Teil eines Werkes 
43. Band, Ivanhoe : 1. Theil (1827)
Entstehung
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warum verhindertet Ihr mich, ſie zu zuͤchtigen?“ fragte der Templer den Benediktiner.

„Meiner Treu, Bruder Brian,“ verſetzte der Prior, es waͤr ein boͤſes Ding, wenn ich in Hinſicht des einen Rechenſchaft ablegen ſollte; der andere Kerl aber gehoͤrt zu der wilden, ſtolzen und unbengſamen Rage, von der es noch einige gibt, die man, wie ich Euch oft ſchon ſagte, noch immer unter den Ab⸗ koͤmmlingen der beſiegten Sachſen findet, deren hoͤch⸗ ſtes Vergnuͤgen iſt, durch alle ihnen zu Gebot ſte⸗ henden Mittel ihren Widerwillen gegen ihre Beſie⸗ ger an den Tag zu legen.“

„Ich wollt ihm gleich Hoͤflichkeit eingeblaͤut ha⸗ ben,“ bemerkte Brian;„und bin es gewohnt, mit ſolchen Starrkoͤpfen umzuſpringen; unſre tuͤrkiſchen Gefangenen ſind ſo trotzig und unbeugſam als Odin ſelbſt ſein konnte, zwei Monate in meinem Haus⸗ halt, unter der Fuchtel meines Sklavenmeiſters, ſind ſie ſo demuͤthig, unterwuͤrfig und dienſtfertig, als man ſich nur immer wuͤnſchen kann. Nur vor Gift und Dolch muͤßt Ihr auf Eurer Hut ſein; denn da⸗ mit ſind ſie gleich bei der Hand, wenn Ihr ihnen die geringſte Gelegenheit dazu gebt.“

„Ei nun, ein jedes Land hat ſeine eigenen Sit⸗ ten, und außer dem, daß die Zuͤchtigung dieſes Bur⸗ ſchen uns nicht den Weg zu Cedrics Wohnung ge⸗ zeigt haͤrte, ſo wuͤrde ſie nur zu Haͤndel zwiſchen

n gefuͤhrt haben, wenn wir den Weg ge⸗