bruder fuͤhrte ein zweites Saumthier, das wahrſchein⸗ lich das Gepacke des geiſtlichen Herru trug, und zwei Moͤnche des Ordens von geringerer Klaße ritten la⸗ chend und ſchwatzend, ohne ſich viel um die uͤbrigen Reiter zu bekuüͤmmern, hinten nach.
Der Gefaͤhrte des Praͤlaten war ein Mann uͤber bie vierzig hinaus, ſchlauk, aber ſtark und kraͤftig ge⸗ baut, eine wahre Athletengeſtalt, welcher lange Stra⸗ patzen und Anſtrengungen keinen Zug der zaͤrtern menſchlichen Form mehr gelaſſen, ſondern Alles auf Knochen, Sehnen und Adern verwandt hatten, die tau⸗ ſendfache Anſtrengungen ertragen und bereit waren es mit noch taufenden aufzunehmen. Eine ſcharlach⸗ ne mit Pelz verbraͤmte Muͤtze von der Art, welche die Franzoſen wegen der Aehnlichkett mit einem um⸗ gekehrten Moͤrſer Mortier nennen, bedeckte ſein Haupt. Sein Geſicht war ſomit voͤlig frei, und ſei⸗ ne Miene geeignet, Achtung wo nicht Furcht ein⸗ zufloͤßen. Seine von Natur ſtolzen, ſtrengen aber hoͤchſt ausdrucksvollen Zuͤge waren durch die tropiſche Sonne faſt negerartig gebraͤunt, und ſchienen in ih⸗ rein gewoͤhnlichen Zuſtande zu ſchlummern, nachdem der Sturm der Leſdenſchaften daruber hinweggegangen war; allein die ſtark hervortretenden Adern auf der Stirn, das Zucken der Oberlippe und des ſtarken, ſchwarzen Stutzbartes, das bei der leichteſten Aufre⸗ gung erfolgte, zeigten deutlich, daß der Sturm ſchnell und eicht wieder zu wecken ſei. Seine kuͤhnen,
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