Teil eines Werkes 
43. Band, Ivanhoe : 1. Theil (1827)
Entstehung
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auſtrat, waͤhrend der andere unter allen den Folgen der Niederlage ſeufzte. Durch den Sieg bei Haſtings war alle Macht in die Haͤnde des normaͤnniſchen Adels gekommen, der ſie, nach dem Zeugniß unſerer Ge⸗ ſchichtſchreiber, keineswegs mit Maͤßigung handhabte. Das Geſchlecht der ſaͤchſiſchen Fuͤrſten und Edeln war mit wenigen Ausnahmen entweder gaͤnzlich ausgerot⸗ tet, oder ſeines Erbes beraubt. Nicht groß war die Anzahl derer, welche, es ſei nun als Eigenthuͤmer der zweiten oder einer noch geringeren Klaſſe, Laͤn⸗ dereien in dem Erbe ihrer Vorfahren beſaßen. Lange Zeit war es Politik der Herrſcher, jedes Mit⸗ tel, gleichviel ob geſetzlich oder ungeſetzlich, anzuwen⸗ den, um die Macht derjenigen Unterthanen zu ſchwaͤ⸗ chen, die man mit Recht als diejenigen zu betrachten 7 hatte, die den eingewurzeltſten Haß gegen ihre Unter⸗ druͤcker naͤhrten. Alle Monarchen aus dem Geſchlech⸗ te der Normannen hatien die entſchiedenſte Vorliebe fuͤr ihre normaͤnniſchen Unterthanen gezeigt; die 1 Jagdgeſetze und noch manche andere dem mildern, freien Geiſte der ſaͤchſiſchen Konſtitution unbekannte Beſchraͤnkungen wurden den unterjochten Unterthanen 1 aufgebuͤrdet, als geſchehe es nur, um die druͤckenden Ketten der Feudaldespotie noch druͤckender zu machen. An den Hoͤfen ſo wie auf den Schloͤßern des hohen* Adels, wo man die Pracht der Hofhaltungen nach⸗ ahmte, ward nur das Normaͤnniſchfranzoͤſiſche geſpro⸗ chen; an den Gerichtshoͤfen fanden die Verhandlungen