88 gefucht haben. Sie wollen auch Ihren Muth, wegen
des geringen Widerſtandes, den Sie bei Vescovato leiſteten, beſtreiten. Dieſe Anklagen ruhen auf ei⸗
ner ſchwachen Grundlage; denn die erſte war eine unmittelbare Folge Ihrer Plane, und in der That elnes von Ihren Mitteln, ſie auszufuͤhren; und da wir bereits bewieſen haben, daß Ihr Betragen ganz einfach und natuͤrlich war, ſo kann dieſe neue Anklage nicht in Anſchlag gebracht werden. Was Ihren Man⸗ gel an Muth betrifft, ſo ſehe ich nicht ein, wie man hieruͤber nach dem Gefechte bei Vescovato entſchei⸗ den kann: Sie gengen nicht in der ernſten Abſicht zu fechten dahin, ſondern um durch Ihr Beiſpiel diejenigen, welche auf der feindlichen Seite wankten, zu ermuthigen. Und nach Allem, welches Recht hatte man, von Ihnen zu fordern, daß Sie Gefahr lau⸗ fen ſollten, die Fruͤchte eines zweijaͤhrigen guter Betragens dadurch zu verlieren, daß Sie gleich ei⸗ nem gemeinen Soldaten erſchoſffen wuͤrden? Allein es muß Sie nicht wenig geſchmerzt haben, ſagen ei⸗ nige Leute, Ihr Haus, und die Haͤuſer Ihrer Freunde einen Raub der Flammen werden zu ſehen. Cuter
Gott! wann werden dieſe engherzigen Leute eine 8
Sache richtig beurtheilen? Das Niederbrennen gh⸗
res Hauſes verſetzte Herrn von Choiſeul in die Noth⸗
wendigkeit, Sie zu entſchaͤdigen. Die Erfalrung bewies die Richtigkeit Ihrer Berechnungen, Se em⸗ pfiengen weit mehr, als Sie verloren hatten. Si⸗


