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66. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 32. Theil (1828) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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Patienten zugelaſſen wurde, der hauptſaͤchlich uͤber ſeinen Magen, uͤber Neigung zum Erbrechen und die Mangelhaftigkeit ſeiner Verdauungswerkzeuge klagte. Er ſah ihn den 1ſten April 1821 das erſte⸗ mal und ſetzte ſeine Beſuche regelmaͤßig fort. Na⸗ poleon aͤußerte feine Meinung, daß ſeine Leber an⸗ gegriffen ſey, Dr. Arnott wurde durch ſeine Beob⸗ achtung auf die Meinung gefuͤhrt, daß obſchon die Thaͤtigkeit der Leber unvollkommen ſeyn moͤchte, doch der Sitz der Krankheit anderswo zu ſuchen waͤre. Und hier muß bemerkt werden, daß, als Antomarcht gweifel uͤber den Zuſtand ſeines Magens aͤußerte, Napoleon dieſe mit Heftigkeit bekaͤmpfte, obſchon er im Geheimen den Glauben naͤhrte, daß er an der Krankheit ſeines Vaters litt. So theilte er mit einer grillenhaften Inkonſequenz, die einem Kran⸗ kenbette natuͤrlich genug iſt, einigen ſeines Gefolges ſeine wahre Meinung uͤber ſeine Krankheit mit, druͤckte aber zugleich, vielleicht aus Furcht, es moͤchte irgend eine Heilart vorgeſchlagen werden, den Wunſch aus, ſein Wundarzt moͤchte nichts von ſeinem Arg⸗ wohne erfahren.*)

Vom 15ten bis 25ſten April war Napoleon von Zelt zu Zeit mit der Abfaſſung ſeines Teſtaments beſchaͤftigt, von der wir einige Worte, als ſeinen

*) Madame Bertrand ſagte dem Dr. Shortt, Napoleon gliube⸗ er müße am Magenkrebs ſterben, was ſie als eine bloße Grille hetrachtete.

W. Scott's Wer ke. LXVI. 2