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66. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 32. Theil (1828) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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Berichte von der Abnahme der Geſundheit Napoleons.

nach Britan ien geſchickt, ohne jedoch veſtimmen zu

oͤnnen, in wie weit ſie wirklich, oder nur ſcheinbar

war Der Kranke wollte weder den Beſuch eines

eugliſchen Arztes annehmen, noch die Communikatlon

des Dr. Antomarchi mit Sir Hudſon Lowe zugeben:

Der Gouverneur war gendthigt, ſeine Nachrichten uͤber die abnehmende Geſundheit des Kranken fuͤr

Geruͤchte auszugeben, von deren Wahrheit oder Un⸗

wahrheit er ſich keine uͤberzeugenden Beweiſe ver⸗ ſchaffen konnte. Das edle Gefuͤhl der erlauchten Per⸗ ſon, die an der Spitze der brittiſchen Reg erung ſteht, nahm natuͤrlich tiefen Antheil an dem Schickſale des Gefangenen, und bewog ſie, durch alle in ſeiner Macht ſtehenden Mittel, und beſonders durch Aus⸗ drucke ihres eigenen Mitgefuͤhls, Napoleon die Hoff⸗ nung und den Troſt zu gewaͤhren, den er, in Be⸗ tracht der Nothwendigkeit ſeiner fortgeſetzten Gefan⸗ genſchaft, empfangen konnte. Folgende, vom 15ten Fe⸗ bruar 1821 datirte Depeſche ſchickte Lord Bathurſt uͤber dieſen anziehenden Gegenſtand Sir Hudſon Lowe zu: Ich weiß, wie ſchwierig es iſt, dem General irgend eine Mittheilung zu machen, die keinen An⸗ laß zu Mißrerſtaͤndniſſen gaͤbe; und doch kann es ihm, wenn er ſich wirklich uͤbel befindet, einigen Troſt gewaͤhren, wenn er erfaͤhrt, daß die wiederhol⸗ ten Berichte, die ſeit einiger Zeit uͤber die Abnahme ſeinet Geſundheit eingehen, nicht mit Gleichgultig⸗

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