wichtigſten Lebensmomenten dieſes durch Treu⸗ loſigkeit und Heuchelei gebrandmarkten Königs verknüpft. Erſchütternd iſt die Schilderung des Mordes, welchen der Eber der Ardennen an dem ehrwürdigen Biſchofe von Lüttich verübt und ungemein anziehend die Darſtellung der Perſönlichkeit Karls des kühnen von Burgund und deſſen Zuſammentreffen mit Ludwig XI., der ſich trotz der ihm eigenen Verſchlagenheit dennoch von dem Herzoge überliſtet und in den Schlingen ſeines Feindes ſieht. Phantaſie kön⸗ nen wir übrigens nur in der Einleitung des Romans finden, die in ſceniſcher Anordnung und in der Vorbereitung der hiſtoriſchen Ent⸗ wicklung eines förmlichen Studiums würdig iſt. Ueberſetzt wurde die Novelle von Spicker. Ein gleichzeitiges Produkt des Dichters ſcheint „St. Ronans-Well“ zu ſeyn, denn der im vor⸗ hergehenden Romane mehr als in früheren No⸗ vellen ſich zeigende Humor Walter Scotts wird in dieſer romantiſchen Begebenheit noch vor⸗ herrſchender, ja ſogar zum beißenden Witze, welcher die Modethorheiten der neueren Bade⸗
Teil eines Werkes
174. Bändchen = Neue Folge, 24. Bändchen (1830) Walter Scott's Leben
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