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Um dieſe Balladen zu ſammeln, machte Walter Scott unermüdete und beinahe roman⸗ hafte Wanderungen und Nachforſchungen, er beſuchte die einſamſten Thäler, die abgelegenſten Schäferhüͤtten und hielt ſich vorzüglich an das höhere Alter, dem er ganz beſonders huldigte, dafür aber auch das Vergnügen hatte, zu ſehen, wie aus dieſen lebendigen Chroniken ſich ſeine
Sammlung täͤglich mehr bereicherte.— Das
geringſte auf dieſe Weiſe erhaltene Fragment eines Liedes oder einer Sage war ihm will⸗ kommen. Gewiß beweißt auch die Art und Weiſe dieſer Sammlung literariſcher Bruch⸗ ſtücke, dieſer Ruinen der uralten Poeſie ſeines Vaterlandes eine ebenſo große Kenntniß des menſchlichen Herzens, die Walter Scott beſaß, als feſte Ausdauer in Verfolgung ſeiner Zwecke und ſeltene Geduld. Beſonders charakteriſirend iſt der Zug, den Laidlaw aus dieſer Zeit von ihm erzählt. Er begleitete Walter Scott gewöhnlich bei ſeinen Wanderungen und kam mit ihm einſt zu einem Schaͤfer Namens Hoggs. In der Hütte deſſelben verweilten


