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dünken uns indeſſen anziehender, als die Bal⸗ laden ſelbſt.
Dieſes Werk erregte bei ſeinem Erſcheinen (1802) ſogleich großes Aufſehen, aber wohl nur der Alterthumsforſcher vom Fache bemerkte die Freiheiten, welche ſich der Herausgeber durch die würdigere Geſtaltung der rauhen und ent⸗ ſtellten Geſaͤnge ſeiner kriegeriſchen Vorfahren mit den Originalen erlaubt hatte. Walter Scott war leidenſchaftlicher Freund der Sa⸗ gen ſeines Vaterlandes, aber auch zu harmo⸗ niſcher Dichter, als daß er es hätte über ſich gewinnen können, dieſe Geſänge der alten ſchottiſchen Barden, die noch überdieß von un⸗ wiſſenden Copiſten auf's Grauſamſte verfaͤlſcht waren in dieſem verſtümmelten Zuſtande und in ungeregelten Reimen aus der Hand zu laſſen.
Mit Recht kann dieſes vortreffliche Werk als ein ſchottiſches National⸗Denkmal betrach⸗ tet werden, das zu der Dankbarkeit des Vater⸗ landes des großen Dichters, welche daſſelbe ihm ſtets bewies, eine der verdienteſten Veran⸗
laſſungen gegeben hat.—
W. Scott's ſaͤmmtl. Werke. 1748 Boͤchn. 2


