110
Hall wurde als der Ort der Zuſammenkunft beſtimmt. Beinahe waͤre der Plan durch die Thaͤtigkeit des unſeligen Raſhleigh vereitelt worden, aber er gelang vollſtaͤndig. Vernon und ſeine Tochter fanden in einiger Entfernung Pferde bereit, und bei Mac Gregors genauer Kenntniß des Landes, gelangten ſie glücklich an die weſtliche See⸗ kuͤſte, und ſch fften ſich nach Frankreich ein. Von demſel⸗ ben Kaufmann erfuhr ich auch, daß Sir Frederick in Folge der erduldeten Beſchwerden und Drangſale in ein Zehrfie⸗ ber verfahren ſey, und wohl ſchwerlich länger, als einige Monate leben koͤnne. Seine Tochter befand ſich in einem Kloſter, und ſollte daſeldſt nach ihres Vaters Wuͤnſche den Schleier nehmen.
Als ich dieſe Nachrichten erhielt, geſtand ich meinem Pater offenherzig meine Neigung; er war zwar nicht we⸗ nig beſtuͤrzt daruͤber, daß ich eine Katholikin heirathen wollte, aber wuͤnſchte, wie er ſagte, meinen Lebensplan be⸗ ſtimmt zu ſehen, und fuͤhlte, daß ich durch die freiwillige Theilnahme an ſeinen Handelsgeſchaͤften ihm meine Abnei⸗ gung zum Opfer gebracht habe. Nach kurzem Bedenken, und nach einigen Fragen, deren Beantwortung zu ſeiner Zufriedenheit ausfielen, brach er in die Worte aus:„ich haͤtte mir nicht traͤumen laſſen, daß ein Sehn von mir Herr des Schloſſes Osbatdiſtone werden, und noch weit weniger, daß er ſeine Braut aus einem franzoͤſiſchen Klo⸗ ſter holen werde. Aber eine ſo gute Tochter muß auch eine wackere Frau werden. Du haſt mir zu Gefallen am Schreibtiſch gearbeitet, es iſt nicht mehr wie billig, daß ich dich nach delnem Gefallen heirathen laſſe.“
Wie ſchnell ich mit meiner Bewerbung war, brauch icht dir nicht zu ſagen, mein lieber Treſham. Du weißt, daß⸗


