——
—
109
nehmt es,— die Verwuͤnſchung eines Sterbenden moͤge daran haͤngen!“
Als er dieſen ſchrecklichen Wunſch herausgeſtoßen hatte, ſank er in den Lehnſtuhl zuruͤck, ſein Auge brach, ſeine Glieder erſtarrten, aber das Grinſen eines toͤdtlichen Haſ⸗ ſes blieb auch noch in den entſeelten Zuͤren. Ich will bei einem ſo widerlichen Gemaͤlde nicht laͤnger verweilen, und von Raſhleighs Tode nichts ſagen, als daß er mich im unbeſtrittenen Beſitze des Erbes ließ, und Jobſon ſelbſt geſtehen mußte, daß die laͤcherliche Anklage auf unterlaſ⸗
ſene Anzeige des Hochverraths nur Raſhleigh zu Liebe ge⸗
macht worden ſey, um mich aus dem Schloß zu entfernen. Der Name des Schurken wurde aus der Zahl der Advo⸗ katen geſtrichen, und er ſank in Armuth und Verachtung.
Als ich meine Angelegenheiten zu Osbaldiſtone⸗Hall in Ordnung gebracht hatte, kehrte ich nach London zuruͤck, und fuͤhlte mich gluͤcklich, einem Orte zu entrinnen, der fuͤr mich ſo peinliche Erinnerungen in ſich ſchloß. Ich war aͤngſtlich bekuͤmmert um das Schickſal Dianas und ihres Vaters. Endlich bekam ich burch einen franzoͤſtſchen Kauf⸗ mann einen Brief von ihr, der mich uͤber ihre Sicherheit beruhigte. Darin war auch angedeutet, daß die Erſchei⸗ nung Mae Gregors mit ſeiner Schaar nicht zuſfällig gewe⸗ ſen ſey. Sowohl die ſchottiſchen, als die engliſchen Edel⸗ leute, die bei dem Aufſtand betheiligt waren, waren ſehr darauf bedacht, die Flucht Sir Frederick Vernons zu befoͤr⸗ dern, weil er, als ein alter, vertrauter Unterhaͤndler des Hauſes Stuart das halbe Schottland haͤtte ins Verderben ſtuͤrzen koͤnnen. Der rothe Robin, deſſen Verſchiagenheit und Muth ſie aus ſo vielen Proben kannten, Auftrag, ſelne Flucht zu unterſtuͤtzen, und Osbaldiſte


