Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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ner Kutſche, die von vier Pferden gezogen, und von ſechs Reitern begleitet war, ließ ſich nun die Allee herauf hoͤren. Die Hochlaͤnder horchten aufmerkſam. In dem Wagen be⸗ fand ſich Jobſon und ſeine ungluͤcklichen Gefangenen. Das Geleite beſtand aus Raſoleigh und einigen andern Reitern, Gerichtsbeamten und Gehuͤlfen. So nie wir uͤber das Thor am Ende der Allee hinaus waren, wurde es von ei⸗ nem zu dem Ende aufgeſtellten Hochlaͤnder geſchloſſen. Zu⸗ gleich wurde der Wagen durch das Vieh, zwiſchen welches wir bineinkamen, und durch den Verhack aufgehalten. Zwei Reiter ſtiegen ab, um die gefallten Baͤume wegzuſchaffen,

die, wie ſie glaubten, aus Zufall oder Nachlaͤßigkeit liegen

gelaſſen worden ſeien. Die andern fiengen an, mit ihren Peitſchen das Vieb vom Wege zu treiben. 5

Wer wagt's, unſer Vieh zu mißhandeln? rief eine rauhe Stimme.Schieß nach ihm, Angus.

Man will ſie befreien! ſchrie Raſhleigh augenblick⸗ lich, feuerte ſein Piſtol ab, und verwundete den⸗ der ge⸗ ſprochen hatte.

Zum Schwert! donnerte der Anfuͤhrer der Hoch⸗ laͤnder, und augenblicklich begann ein Gefecht. Die Ge⸗ richtsdiener, beſtuͤrzt uͤber den ploͤzlichen Angriff, und uͤber⸗ haupt nicht uberfluͤſſig mit Muthe verſehen, vertheidigten ſich nur ſchwach. Einige wollten ins Schloß zuruͤckreiten, als aber ein Piſtol hinter dem Thore vor gegen ſie abge⸗ feuert wurde, ſprengten ſie endlich in verſchiedenen Rich⸗ tungen davon. Raſhleigh war inzwiſchen abgeſtiegen, und focht zu Fuße wuͤthend mit dem Anfuͤhrer der Bande. Aus dem offenen Kutſchfenſter an meiner Seite ſah ich dem Kampfe zu. Endlich ſiel Raſhleish.

Wollt Ihr um Vergebung bitten um Gottes, Koͤnig