Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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103 das uͤberlaſſe ich Eurem Gewiſſen, das nicht ewig ſchlum⸗ mern wird.

Raſhleigh gieng einigemal im Zimmer auf und ab, trat dann an einen Seitentiſch, wo noch Wein ſtand, und ſchenkte mit zitternder Hand ein Glas ein; als er ſah, daß wir ſein Zittern bemerkten, unterdruͤckte er es mit kraͤftiger Anſtrengung, ſah uns feſt und keck ins Geſicht, und ſührte das Glas zum Munde, ohne einen Tropfen zu

verſchütten.

Das iſt meines Vaters alter Burgunder, ſagte er zu Jobſon;es freut mich, daß noch etwas davon uͤbrig

iſt. Laßt paffende Leute da, welche in meinem Namen

fuͤr das Haus und die Guͤter Sorge tragen. Dieſem aber⸗ wizigen alten Tafeldecker und jenem ſchottiſchen Narren koͤnnt Ihr die Thuͤre weiſen. Inzwiſchen wollen wir die Gefangenen in ſicheres Gewahrſam bringen. Ich habe zu Eurer Beguemlichkeit eine alte Familienkutſche anſpan⸗ nen laſſen, ſagte er,obgleich ich wohl weiß, daß ſelbſt die Dame hier der Nachtluft zu Fuß und zu Pferde tlo⸗ zen koͤnnte, wenn die Reiſe mehr nach ihrem Geſchmack waͤre.

Andreas rang die Haͤnde.Ich habe blos geſagt, mein Herr haͤtte gewiß in der Bibliothek mit einem Geiſt geſprochen, und der Schurke da verraͤth einen alten Freund, der zwanzig Jahre lang mit ihm jeden Sonntag aus einem Pſalmbuch ſang.

Man ließ ihn ſein Klagelied nicht endigen, ſondern

wies ihn nebſt Syddall zum Hauſe hinaus. Seine Vertrei⸗

bung fuͤhrte wichtige Folgen herbei. Seiner nachherigen Erzaͤhlung zufolge wollte er eine alte Bekannte im Dorfe um ein Nachtquartier bitten, als er aber kaum den Baumgang