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„Naſhleigh,“ ſagte Sir Frederick,„du biſt ein ab⸗ ſcheulicher Bube.“
„Den Namen verdiente ich eher, Herr Ritter oder
Mylord, als ich unter Leitung eines geſchickten Lehrers den Bürgerkrieg in ein friedliches Land zu bringen ſtrebte. Aber ich habe mein moͤglichſtes gethan, um meine Verir⸗ rungen gut zu machen,“ ſagte er mit gen Himmel gerich⸗ tetem Auge. Jezt konnte ich mich nicht mehr halten. Ich hatte alles ſchweigend anhoͤren wollen, aber es haͤtte mir das Herz abgedruͤckt, wenn ich jezt geſchwiegen haͤtte.„Wenn die Hoͤlle eine Geſtalt hat, die ſcheußlicher, als die andere iſt, ſo iſt es die Niedertraͤchtigkeit in der Larve der Heu⸗ chelei.“ 1
„Aha! mein feiner Herr Vetter,“ ſagte Raſhleigh, und nahm ein Licht, um mich vom Kopfe bis zum Fuß zu betrachten;„recht willkommen zu Osbaldiſtone⸗Hall,— Euch kann ich die boͤſe Laune verzeihen,— es iſt hart, ein Gut und eine Geliebte in einer Nacht zu verlieren, denn wir werden jezt Beſiz ergreifen von dieſem Schloſſe im Namen des rechtmaͤßigen Erben, Sir Raihleigh Osbaldi⸗ ſtone.“
Troz dieſer prahleriſchen Rede unterdruͤckte er, wie ich deutlich bemerkte, ſeinen Zorn und ſeine Schaam nur mit Muͤhe. Aber noch ſichtbarer wurde ſeine Gemuͤthsſtim⸗ mung, als Diana ihn anredete.„Raſhleigh, ich bemitleide Euch, denn ſo viel Ihr mir auch boͤſes anthun wolltet, und angethan habt, ſo kann ich Euch doch nicht ſo ſehr haſſen, als ich Euch bemitleide. Was Ihr jezt gethan habt, mag
das Werk einer Stunde ſeyn, es wird Euch aber Stoffzum
Nachdenken geben fuͤr Euer ganzes Leben,— welcher Art,


