Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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nen, umſonſt, mein Blut floß gleich einem Feuerſtrom durch die Adern, und meine Pulſe klopften fieberiſch. Endlich ſtand ich auf, oͤffnete das Fenſter, und blickte eine Zeitlang in die helle Mondnacht hinaus, deren Kuͤhle und Stille mich erfriſchte, und den Sturm meiner Seele in etwas beſchwichtigte. Ich nahm mein Lager wieder ein, der Himmel weiß, nicht mit erleichtertem Herzen, aber feſter und entſchloſſener, mein Schickſal zu tragen. In kurzer Zeit uͤberſchlich mich der Schlaf, aber wenn auch

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meine Sinne ſchlummerten, meine Seele erwachte zu dem peinlichen Gefuͤhl meiner Lage, und eine innere Angſt und ſchreckbare Geſtalten fuͤllten meine Traͤume. Ich erinnere mich eines ſolchen Traumbilds noch jetzt. Ich war mit Diana in der Gewalt von Mac Gregors Weib, und wir ſollten vom Felſen in den See hinabge⸗ ſtürzt werden; Sir Frederick, der in Kardinalskleidung zu⸗ gegen war, ſollte das Zeichen durch Abfeurung einer Ka⸗ none geben. Unbeſchreiblich lebhaft war der Eindruck, den dieſe Scene auf meine Einbildungskraft machte. Noch jetzt könnte ich ſie mahlen, die ſtumme, muthvolle Erge⸗ bung in Dianas Zuͤgen, die wilden, verzerrten Geſichter der Henker, die mit Freudengeſchrei uns umdraͤngten, die ſtets wechſelnden Frazen, immer eine haͤßlicher, als die an⸗ dere. Ich ſah den ſtarren, unbeugſamen Fanatismus aff dem Geſichte des Vaters, ich ſah ihn die verhaͤngnih⸗ volle Lunte erheben, das Zeichen zum Tode erſcholl, es wurde in tauſendfachem Donner von den umgebenden Fel⸗ ſen wiederholt, und ich erwachte von eingebildetem Schre⸗⸗ cken zu wirklichen Beſorgniſſen. 4 Die Toͤne melnes Traums trafen auch mein wachen⸗ des Ohr, aber es vergiengen etliche Minuten ehe. ich mich⸗