Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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mit Syddall zu ſprechen, und ich wagte nicht, ihn wegzu⸗ ſchicken, aus Furcyt, den Argwohn zu vermehren, den die letzte raſche Entfernung aus der Bibliothek ſchon in ihm erwellt haben mochte.Ich will hier ſchlafen, ſagte ich, und ließ ein altvaͤteriſches Ruhebett naͤher an das Feuer bringen;ich habe viel zu thun, und werde mich erſt

ſpaͤt niederlegen.

Syddall, der meinen Blick zu verſtehen ſchien, wollte mir eine Matraze und Betten geben. Ich nahm dieß an, entließ meinen Diener, und befahl, mich vor ſieben Uhr

Morgenas nicht zu ſtoͤren.

Ich blieb allein, meinen ſchmerzlichen verwirrten Be⸗ trachtungen uͤberlaſſen, bis die erſchoͤpfte Natur Ruhe for⸗ dern wuͤrde. Gewaltſam ſuchte ich meine Gedanken von der ſonderbaren Lage abzuwenden, in der ich mich befand. Gefuͤhle, die ich muthig bekaͤmpft hatte, als der Gegen⸗ ſtand, der ſie erweckte, ferne war, erwachten jetzt mit neuer Heftigkeit, da ich mich ihr ſo nahe befand, und bald auf ewig von ihr trennen ſollte. Ihr Name ſtand in je⸗ dem Buche, das ich durchleſen, ihr Bild drangte ſich in jede Gedankenreihe ein, die ich anzuknüpfen mich bemuͤhte.

Bald gab ich dieſen Gedanken nach, bald bekämpfte ich ſie;

zuweilen gab ich mich einer weichen, ſchmelzenden Weh⸗ muth hin die mir nicht ſehr natuͤrlich war, mauchmal waffnete ich mich mit dem beleldigten Stolze, der ſich durch unverdiente Zurüͤckſetzung gekraͤnkt fuͤhlt. Ich gieng

auf und ab, dis ich mich in eine fieberhafte Hitze hinein⸗

gegrbeitet hatte. Dann warf ich mich auf das Lager, und

verſuchte zu ſchlafen, ich blieb bewegungslos liegen, als

waͤre ich bereirs eine Leiche, ich verſuchtr, meine beun⸗ ruhigenden Gedanken auf jede moͤgliche Weiſe zu verhan⸗ W. Scott's Werke. CIV. 7