Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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. 96 Vater Stolz, Grauſamkeit, Fanatismus vor, und vergaß, beide ihren Vortheil, und Diang ihre Neigung, dem ferten, was ſie fuͤr ihre Allicht hielten.

Sir Frederick war ein eifriger Katholik, der den Pfad des Heils fuͤr zu ſchmal hielt, als daß ein Ketzer ihn be⸗ treten koͤnne, und Diana, fuͤr welche ihres Vaters Sicher⸗ heit ſeit Jahren die vorzuͤglichſte Triebfeder ihrer Gedan⸗ ken, Hoffnungen und Handlungen war, glaubte nur ihre Pflicht zu thun, als ſie nicht nur ihr Vermöͤgen, ſondern auch die theuerſten Neigungen ihres Herzens ſeinem Willen opferte. Man darf aber nicht daruͤber erſtaunen, daß ich in einem ſolchen Angenblicke dieſe ehrenvollen Beweggruͤnde nicht nach ihrem vollen Werthe ſchaͤtzen konnte, doch machte ſich meine uͤble Laune auf keine unedle Weiſe Luft.

Man verſchmaͤht mich alſo, ſagte ich, als ich Sir Fredericks Mittheilungen erwog,man verſchmaht mich, und haͤlt mich fuͤr unwuͤrdig, auch nur mit ihr zu reden. Nun, es mag ſeyn; dieß ſoll mich wenigſtens nicht ver⸗ hindern, uͤber ihre Sicherheit zu wachen. Hier will ich als Wache bleiben, und unter meinem Dache wenigſtens ſoll keine Gefahr ihr drohen, wenn der Arm eines ent⸗ ſchloſſenen Mannes ſie abwenden kann.

Ich rief Syddall herein. Er kam, aber von dem ewi⸗

gen Andreas begleitet, der in Folge meiner Beſitzergrei⸗

fung vom Schloſſe und den dazu gehoͤrigen Laͤndereien ſchon von großen Dingen traͤumte, und, um ja nichts zu ver⸗ lieren, mich nicht aus dem Geſichte laſſen wollte; wie es aber Leuten mit eigennuͤtzigen Abſichten oft geht, er uͤber⸗ ſchoß das Ziel, und ſeine Aufmerkſamkeiten wurden mir widrig und beſchwerlich.

Seine underlangte Gegenwart hinderte mich, vffen