94 ren und dem Tod in mannigfachen Geſtalten getrotzt;— ſie hat Beſchwerden und Entbehrungen erduldet, vor denen die ſtaͤrkſten Maͤnner zuruckgebebt ſeyn wuͤrden;— ſie hat die Tage in Dunkelheit, die Naͤchte wachend zugebracht, und nie einen Laut der Schwaͤche oder Klage hoͤren laſſen. Mit einem Wort, Herr Osdatelſone, ſie iſt wuͤrdig, daß ich ſie dem Gott opfere,—“ er bekreuzt ſich,—„dem ich ſie weihe, als das Theuerſte und Koſtbarte, was mir uͤbrig geblieben iſt.“
Nach dieſen Worten trat eine Pauſe ein, deren trau⸗ rige Bedentung ich nur allzugut verſtand. Dianas Pater war noch eden ſo ſehr beeifert, meine Hoffnungen auf eine Vereinignng mit ihr zu zerſtoͤren, als er es bei unſerem kurzen Zutammentreffen in Schottland geweſen war.
„Wir wollen nun,“ ſagte er zu ſeiner Tochter,„Herrn Osbaldiſtone nicht laͤnger ſtoͤren, da wir ihn mit der un⸗ gluͤcklichen Lage ſeiner Gaͤſte bekannt gemacht haben, die ſeinen Schutz anſprachen.“
Ich bak ſie zu bleiben und bot ihnen an, das Zimmer zu verlaſſen. Sir Frederick bemerkte, dieß moͤchte den Verdach: meines Dieners erwecken, ihr Zufluchtsort ſey in jeder Hlaſicht heguem, und durch Sydhall mit auem Noth⸗
wendigen verſehen.„Wir haͤtten daſelbſt bleiben koͤnnen,
vielleicht, ohne von Euch bemerit zu werden, aber es waͤre ungerecht geweſen, das gerlugſte Mißtrauen auf Eure Chre zu ſetzen.“
„Ihr ſeyd blos gerecht gegen mich geweſen,“ er⸗ wiederte ich.„Ihr, Sir Frederick kennt mich nur we⸗ nig, ader Miß Vernon wird mir gewiß das Zeugniß ge⸗
ben,“———
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„Ich bedarf meiner Tochter Zeugniß nicht,“ ſagte er


