Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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Maec Intoſh von Borlum uͤber den Forth gieng, Nieder⸗ ſchottland durchzog, und ſich an der Graͤnze mit den engli⸗ ſchen Inſurgenten vereinigte. Meine Tochter begleitete mich trotz aller Gefahren und Muͤhſeligkeiten auf dieſem langen und beſchwerlichen Marſche.

Und ſie wird ihren theuern Vater nie verlaſſen! rief Diana aus, und ſchmiegte ſich zaͤrtlich an ſeinen Arm.

Nicht ſobald hatte ich mich mit unſern engliſchen Freunden vereinigt, als ich ſah, daß unſere Sache verloren ſey. Unſere Zahl minderte ſich, ſtatt zu wachſen, und nie⸗ mand, als unſere Glaubensbruͤder, vereinigte ſich mit uns. Die Tories der hohen Kirche blieben meiſt unſchluͤſſig, und endlich wurden wir in der kleinen Stadt Preſton von uͤber⸗ legener Macht eingeſchloſſen. Wir vertheidigten uns einen Tag lang aufs tapferſte. Am ſolgenden aber ſank unſern Anfuͤhrern der Muth, und ſie beſchloſſen, ſich auf Gnade und Ungnabe zu uͤbergeben. Mich dieſen Bedingungen un⸗ terwerfen, hieß meinen Kopf auf den Block legen. Unge⸗ faͤhr zwanzig oder dreißig Edelleute waren gleicher Meinung mit mir. Wir beſtiegen unſere Pferde, und nahmen mei⸗ ne Tochter, die darauf beſtand, mein Schickſal zu theilen, in die Mitte. Meine Gefaͤhrten, erſtaunt uͤber ihren Muth und ihre kindliche Liebe, erklaͤrten, daß ſie lieber ſterben. als ſie zuruͤcklaſſen wollten. Wir ritten nun die Fiſcherſtraße hinab, welche zu einem ſumpfigen Wieſengrund fuͤhrt, der ſich bis an den Fluß Ribble ausdehnt. Ei⸗ ner von unſerer Schaar kannte eine Furth; die Stelle war ſchwach vom Feinde beſetzt, ſo daß wir nur mit einer Streifwache von Dragonern zu thun bekamen, die theils zerſprengt, theils in Stuͤcken gehauen wurden. Wir ka⸗ men gluͤcklich uͤber den Fluß, gewannen die Landſtraße von