Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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90 Burſchen fuͤr einen Spfon gelte, ſo folgte ich ihm ſo eilig, wie moͤglich, in die Bedientenſtube, wo ſie ver ammelt waren. Andreas Stimme war laut, als ich die Thuͤre oͤff⸗ nete, aber meine unerwartete Erſche einung brachte ihn zum Schweigen. 3

Was iſt Euch? fragte ich,Ihr ſeht ja ſtier und wild aus, als haͤttet Ihr ein Geſpenſt geſehen..

N n ni nichts, ſagte Andreas,aber Euer Edlen waren ſo haſtig.

Weil Ihr mich aus einem geſunden Schlaf geſtoͤrt habt, Ihr Toͤlyel. Syddal ſagt mir, er koͤnne keine Bet⸗ ten fär dieſe guten Leute auf die Nacht finden, und der Zinseinnehmer ſagte mir auch, es ſey nicht noͤthig, ſie hier zu behalten. Hier iſt eine Krone, ſie ſollen auf meine Geſundheit trinken, und ich danke fuͤr ihren guten Willen. Ihr koͤnnt ſogleich gehen, liebe Leute.

Die Leute dantten fuͤr meine Guͤte, nahmen das Geld, und giengen, wie es ſchien, ohne Argwohn und zufeieden fort. Ich blieb, bis ich ſicher war, daß ſie dieſe Nacht nicht mehr ſich mit Andreas beſprechen koͤnnten. Ich war ihm ſo ſchnell auf den Ferſen geſolgt, daß ich glaubte, er haͤtte nicht Zeit gehabt, zwei Worke zu ſprechen, ehe ich ihn unkerbrach. Aber wie viel Unheil koͤnnen nicht zwei Worte anrichten. Hier koſteten ſie zwei Menſch aleben.

Nach dieſen Anordnungen, die mir im Drange des Au⸗ genblicks die paſſendſten ſchienen, um die Verborgenheit meiner Gäͤſte zu ſichern, kehrte ich zuruͤck, um ihnen hie⸗ von Nachticht zu geben, und ſetzte hinzu, Syddall haͤtte von mir den Au aftrag erhalten, jedem ihrer Befehle nach⸗ zukommen, da ich vermuthen muͤßte, daß durch ſeine Nach⸗ ſicht ihnen der heimliche Aufenthalt im Schloſſe Heräpft