Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
Einzelbild herunterladen

4 So.

anerkennen, daß man ihnen kein Haar gekruͤmmt haͤtte, wenn ſie zu Hauſe geblieben waͤren.“ 3

Ich wich dem Geſpraͤch uͤber Staatsangelegenheiten aus, und brachte Herrn Inglewood wieder auf den erſten Gegenſtand zuruͤck: ſo erfuhr ich, daß Diana es beſtimmtt abgelehnt, einen von den Osbaldiſtones zu heirathen, und ihren beſondern Abſcheu gegen Raſhleigh ausgedruͤckt ha⸗ be; von dieſer Zeit an ſei deſſen Eifer in der Sache des Praͤtendenten erkaltet, die er als der juͤngſte von ſechs Bruͤ⸗ dern und als kuͤhner, ſchlauer, gewandter Mann als ein Mittel, ſein Gluͤck zu befoͤrdern, betrachtet hatte. Daß. ihm durch den vereinten Einfluß Sir Frederick Vernons und der ſchottiſchen Haͤuptlinge ſein Raub wieder abgenom⸗ men wurde, hatte ihn zu dem Entſchluſſe gebracht, ſein Gluͤck durch Abfall und Verrath zu ſuchen. Er hatte viel⸗ leicht auch,— denn wenige Menſchen verſtanden ſich beſſer darauf, eine Sache zu beurtheilen, wo ſein Vortheil im Spiele war,— die Unzulaͤnglichkeit der Hilfsmittel und Faͤhigkeit der Anfuͤhrer zu einer ſo bedeutenden Unterneh⸗ mung erkannt, als die iſt, eine beſtehende Reglerung uͤber den Haufen zu werfen. Sir Frederick Vernon, oder wie ihn die Jakobiten nannten, Seine Excellenz Viscount Beau⸗ champ, war nebſt ſeiner Tochter nur mit Muͤhe den Folgen von Raſhleighs Verrath entgangen. Von hier an mangel⸗ ten Inglewoods Nachrichten; da man jedoch nicht vernom⸗ men hatte, daß Sir Frederick in den Haͤnden der Regie⸗ rung ſei, ſo war er vermuthlich ſchon uͤber die See ent⸗ kommen, und Diana werde nun nach der grauſamen Ueber⸗ einkunft mit ſeinem Schwager ins Kloſter gehen muͤſſen. Die Urſache dieſer ſonderbaren Uebereinkunft konnte mir Herr Inglewood nicht voͤllig erklaͤren, er hatte aber Hehre,

. 3 er