Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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79.

„Ich konnte, wie der Leſer ſich leicht einbilden kann⸗ in den luſtigen Ton des Friedensrichters nicht mit einſtim⸗ men. Mir ſchwindelte der Kopf.„Ich hoͤrte nie, ſagte ich, daß Miß Vernons Pater am Leben ſei.“

„Nicht der Fehler unſerer Regierung,“ erwiederte Ing⸗ lewood;„denn ſchwerlich moͤchte eines andern Menſchen Kopf ſo viel Geld eingetragen habey. Bei Femwicks Ver⸗ ſchwörung wurde er zum Tode verurtheilt, und ſoll ſeine Hand auch noch in einer andern Geſchichte gehabt haben, zu dem war er durch ſeine Heirath in Schottland mit der Familie Breadalbane verwandt, und beſaß großen Einfluß auf alle hochlaͤndiſchen Haͤuptlinge. Bei dem Frieden von Ryswick ſoll ſeine Auslieferung verlangt worden ſeyn, aber er ſtellte ſich krank, und die franzoͤſiſchen Zeitungen ver⸗ kuͤndigten ſeinen Tod. Als er hieher zuruͤckkam, kannten wir Alten ihn recht gut, da aber keine Anzeige gegen ihn kam, und mein Gedaͤchtniß durch haͤufige Gichtanſaͤlle ge⸗ ſchwaͤcht war, ſo haͤtte ich doch nicht auf ihn ſchwoͤren wol⸗ len.“.

„Kannte man ihn denn nicht im Schloſſe?“ fragte ich.

„Niemand, als ſeine Tochter, der alte Ritter und Raſhleigh, der hinter dieß Geheimniß gekommen war, wie er hinter ales kam, und daran hielt er die arme Diana, wie an einem Stricke feſt. Ich habe hundertmal geſehen, wie ſie ihn gerne angeſpuckt haͤtte, aber ſie fuͤrchtete fuͤr ihren Vater, deſſen Leben keinen Pfennig werth geweſen waͤre, wenn man ihn der Regierung verrathen haͤtte.— Mißdeutet mich nicht, ich ſage die Regierung iſt gut, gnäͤ⸗ dig und gerecht, und wenn ſie auch die eine Haͤlfte der ar⸗ men Teufel, der Rebellen, haͤngen ließ, ſo muß man doch