Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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der Vertrag waͤre in der Abſiht gemacht worden, um dem alten Vernon die Renten von dem Reſt ſeiner ehemali⸗ gen großen Guter zu ſichern, welcher durch einige Advoka⸗ tenkniffe auf die Famille Osbaldiſtone uͤbertragen worden war; kurz, es war eine Familienuͤbereinkunft, dergleichen zu jener Zeit viele geſchloſſen wurden, wobei man die Ge⸗ fuͤhle der Betheiligten nicht mehr beachtete, als ob ſie zum Vieyſtande des Guts gehoͤrt haͤtten.

Ich kann in der That nicht ſagen, ſo ſeltſam iſt das menſchliche Herz, ob dieſe Nachricht mich freute oder be⸗ truͤbte. Es ſchien mir, als waͤre mein Schmerz uͤber den Verluſt Dianas eher erhoͤht, als vermindert, ſeit ich wuß⸗ te, daß ſie mir nicht durch Verheirathung mit einem an⸗ dern, ſondern durch die Einſperrung in ein Kloſter, um ei⸗ nen ſo widerſinnigen Vertrag zu erfuͤllen, auf immer ent⸗ riſſen ſei. Ich wurde ſo trubſinnig, niedergeſchlagen und zerſtreut, daß ich nicht im Stande war, die Unterhaltung mit Inglewood gehörig fortzuſezen; dieſer begann endlich ſelbſt zu gaͤhnen, und machte den Vorſchlag, mich zeitig zur Nuhe zu begeben. Ich ſagte ihm endlich gute Nacht mit dem Entſchluſſe, am folgenden Tage vor dem Fr. ſtuͤck

nach Osbaldiſtone⸗Hall zu reiten. Herr Inglewood billigte dieſen Vorſchlag.„Es wuͤrde gut ſeyn,“ ſagte er,„dort aufzutreten, ehe meine Anweſenheit im Lande bekannt wer⸗ de, beſonders da Raſhleigh, wie er erfahren habe, ſich in Jabſons Hauſe beſinde, und ſicher uͤber einem Unheil bruͤte. Sie waͤren eine paſſende Geſellſchaft,“ ſezte er hinzu, „denn Raſhleigh darf ſich in Geſellſchaft von Ehrenmaͤnnern nicht mehr blicken laſſen, aber es iſt faſt nicht moͤglich, daß W. Seott's Werke. CIV. 6