Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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73 4 ſeines Hauſes und den Tod aller ſeiner Bruͤder zur Laſt, und verſicherte, weder er, noch ſie haͤtten ſich in politiſche Naͤnke eingelaſſen, wenn Raſylelgh ſie nicht verleitet haͤtte, der ſie dann zuerſt verließ. Er nannte einigemal Diana mit großer Zuneigung, und ſagte einmal, als ich an ſeinem Bette ſaß:—„Neſfe, da Thorncliff und alle todt ſind, ſo thut es mir leid, daß Ihr ſie nicht haben koͤnnt.“

Der Ausdruͤcke Thorncliff und alle, ruͤhrte mich tief, denn wenn der gute alte Ritter ſonſt frohlich Morgens auf die Jagd auszog, nannte er immer ſeinen Kebling Thorncliff beſonders, und der laute freudige Ruf:„Ruft Thorncliff,— ruft ſie alle!“ ſtach traurig ab von dem wehmuͤthigen, ergebungsvollen Tone, womit er jene troſt⸗ loſen Worte ausſprach. Er gab mir Nachricht von dem Inhalte ſeines letzten Willens, wovon er mir eine beglau⸗ bigte Abſchrift uͤbergab,— das Original harte er bei mei⸗ nem alten Bekannten, dem Friedensrichter Inglewood niedergelegt; bei ihm, den niemand fuͤrchtete, und dem alle vertrauten, waren die Teſtamente der halben Graf⸗ ſchaft Northumberland niedergelegt worden.

Meines Oheims letzte Stunden waren meiſt mit den Andachtsuͤbungen ausgefuͤllt, die ſein Glaube vorſchreibt⸗ unter Leitung des Kaplans bei der ſardiniſchen Geſandtſchaft, dem wir nicht ohne Muͤhe Zutritt verſchafften. So viel ich, und ſelbſt die Aerzte bemerken konnten, ſtarb er durch⸗ aus an keiner Krankheit, die man namhaft machen konnte, man moͤchte ſagen, er ſtarb nicht, ſondern hoͤrte auf zu leben in Folge der vollſtaͤndigſten Erſchoͤpfung durch geiſtige und koͤrperliche Leiden, gleich einem Schiffe, das durch fort⸗ waͤhrende Stuͤrme erſchuͤttert, und deſſen Fugen geloͤst ſind,