. 72 Kampfes war, und ſich nicht immer beſinnen konnte, fuͤr welchen Koͤnig er die Waffen fuͤhre. Auch John ſtritt ſehr tapfer in jenem Gefechte, und empfieng mehrere Wunden, an denen er ungluͤcklicher Weiſe nicht ſogleich ſtarb.
Der alte Sir William, dem dieſe auf einander folgen⸗ den Verluſte das Herz gebrochen hatten, war am folgen⸗ den Tage, als alle Anhänger ſeiner Partei ſich ergeben mußten, unter den Gefangenen, und wurde mit ſeinem verwundeten Sohne John in das Gefaͤngniß Newgate ge⸗ bracht.
Ich war jetzt von meinem Kriegsdienſt frei, und ver⸗ lor keine Zeit, das Ungluͤck dieſer nahen Verwandten moͤg⸗ lichſt zu lindern. Meines Vaters Verbindung mit der Regierung und das allgemeine Mitleiden mit einem Man⸗ ne, der in ſo kurzer Zeit ſo viele Soͤhne verloren hatte, haͤtten wahrſcheinlich meinen Oheim und meinen Vetter von der Anklage wegen Hochverraths befrelt, aber ein höͤ⸗ herer Richter ſprach uͤber ſie das Urtheil. John ſtarb an ſeinen Wunden im Gefaͤngniß, und empfahl mir ſter⸗ bend einige Falken im Schloſſe und einen ſchwarzen Wach⸗ telhund.
Mein armer Oheim war durch ſein Familien⸗Ungluͤck und ſeine Lage, in die er ſo unerwartet verſetzt worden war, tief gebeugt. Er ſprach wenig, ſchien aber dankbar fuͤr die Aufmerkſamkeiten, die ich ihm erzeigen konnte. Ich war nicht Zeuge der erſten Zuſammenkunft mit mei⸗ nem Vater nach ſo vielen Jahren und unter ſo traurigen Umſtaͤnden, aber, nach meines Vaters⸗Niedergeſchlagenheit zu urtheilen, muß ſie ſehr ſchmerzlich geweſen ſeyn. Sir Hildebrand ſprach mit großer Erbitterung gegen Raſhleigh, ſeigen einzigen noch lebenden Sohn, legte ihm den Sturz


