71
Aber der Himmel hatte beſchloſſen, daß ſein zahlreicher und kraftvoller Stamm raſcher zu Ende gehen ſollte, als er wahrſcheinlicher Weiſe gedacht hatte. Bet der erſten Mu⸗ ſterung der Verſchworenen gerieth Thorncliff mit einem an⸗ dern northumbriſchen Edelmann, der eben ſo ſtolz und un⸗ biegſam war, als er ſelbſt, in Streit. Trotz aller Vorſtel⸗ lungen gaben ſie ihrem Anfuͤhrer ein Beiſpiel, in wie weit er ſich auf ihre Kriegszucht verlaſſen koͤnne; ſie fochten ih⸗ ren Streit mit dem Degen aus, und mein Vetter blieb auf dem Platze. Sein Tod war ein großer Verluſt fuͤr Sir Hildebrand, denn trotz ſeiner boshaften Gemuͤthsart hatte er doch ein Paar Gran geſunden Menſchenverſtand mehr, als ſeine Bruͤder, Raſhleigh ausgenommen, wie ſich von ſelbſt verſteht.
Percigal, der Trunkenbold, kam gleichfalls in ſeinem Berufe um. Er wettete mit einem andern Edelmann, der von ſeinen Heldenthaten im Trinken den Namen Branntweinfaß erhalten hatte, wer an dem Tage, wo Koͤnig Jakob zu Morvpeth als Koͤnig ausgerufen werde, den groͤßten Becher Branntwein austrinken wuͤrde. Die Folge dieſes Wettkamofs war ein Fieber, woran er nach weni⸗ gen Tagen unter dem ſteten Ausruf: Waſſer, Waſſer! ſtarb.
Richard brach das Genick, als er mit einem ſteifen Pferde, das er einem Kaufmann aus Mancheſter, der ſich mit den Inſurgenten vereinigt hatte, aufſchwaͤtzen wollte, uͤber einen Schlagbaum ſetzte.
Wilfred, der Pinſel, hatte, wie es ſeines gleichen oft geht, das glücklichſte Loos. Er fiel in der Schlacht bei Preſton, wo er mit großer Tapferkeit focht, obwohl er nie
recht begriffen hatte, was eigentlich der Gegenſtand des


