70⁰ Ich war auch nicht muͤßig, ſondern ließ mich als Offizier
anſtellen, und warb auf meines Vaters Koſten ungefaͤhr
200 Mann, mit denen ich zu General Carpenter ſtieß. Der Aufſtand hatte ſich inzwiſchen ſelbſt nach England ausgedehut. Der ungluͤckliche Graf von Derwentwater hatte die Waffen ergriffen zugleich mit General Forſter. Mein armer Oheim, Sir Hildebrand, deſſen Vermoͤgen durch ei⸗ gene Sorgloſigkeit und die Ausſchweifungen ſeiner Soͤhne und ſeines Hausgeſinds faſt auf nichts herabgeſunken war, wurde leicht uberredet, der ungluͤcklichen Fahne zu folgen.
Ehe er aber dieſen Schritt that, traf er eine Vorſichts⸗
maaßregel, die ich ihm kaum zugetraut haͤtte,— er machte ſein Teſtament. Zufolge dieſer Urkunde ſollte ſein ſaͤmmt⸗ liches Vermoͤgen auf ſeine Soͤhne und deren maͤnnliche Er⸗ ben nach der Reihenfolge fallen, aber nicht auf Raſhleigh, den er wegen ſeiner Verraͤtherei aufs tiefſte verabſcheute: er wurde enterbt, und die Guͤter auf mich als den naͤch⸗ ſten Erben uͤbergetragen. Ich war zwar immer bei meinem
Oheim in Gunſt geſtanden, wahrſcheinlich betrachtete er
im Vertrauen auf die Anzahl ſelner Rieſenſoͤhne, die ſich
jetzt mit ihm bewaffneten, dieſe Verfuͤgung blos als einen
todten Buchſtaben, und nahm ſie nur in der Abſicht auf, um ſeinen Abſcheu an der doppelten Verraͤtherei, die Rafh⸗
leigh an ſeiner Partei und an ſeinem Hauſe begangen hatte, an den Tag zu legen. Auch vermachte er der
Nichte ſeiner verſtorbenen Gattia, Diana Vernon, jetzt Lady Diana Vernon Beauchamp, einige Diamanten, die ihrer Tante gehoͤrt hatten, und ein großes ſilbernes Becken,
worauf die verſchraͤnkten Wappenſchilde der Haͤuſer Vernon
und Osbaldiſtone eingegraben waren.*
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