Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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einen Proceß wieder zu erlangen, der auch ſogleich anhaͤn⸗ gig gemacht wurde.

Wir brachten noch einen Tag bei dem gaſtfreundlichen Jarvie zu und nahmen ſodann von ihm Abſchied, wie hier auch die Erzaͤhlung. Er nahm zu an Wohlſtand und Ehre,

und ſtieg endlich zu den hoͤchſten Wuͤrden in ſeiner Vater⸗ ſradt. Ungefaͤhr zwei Jahre nach dieſer Periode war er ſeines Junggeſellenlebens muͤde, und befoͤrderte Mattie von ihrem Size am Kuͤchenfeuer zum oberſten Plaz an ſeiner

Tafel. Rathmann Grahame, die Mac Vitties und andere (denn alle Menſchen haben ihre Feinde, beſonders in der Rathsſtube eines koͤniglichen Fleckens) machten dieſe Um⸗ wandlung laͤcherlich.„Laßt ſie ſchwatzen,“ ſagte Jarvie; „ich will mich nicht aͤrgern uͤber eine Klatſcheret, die nicht laͤnger, als neun Tage dauert, und thue darum doch, was ich mag. Mein ehrlicher Vater, der Zunftmeiſter, hatte ein Sprichwort: 3

Eine glatte Stirn, eine Wange, die blüht,

Ein liebendes Herz und ein redlich Gemüth

Iſt beſſer, als Reichthum und edel Geblüt. Uebrigens,“ ſetzte er immer hinzu,„war Mattie keine ge⸗ woͤhuliche Magd; ſie war verwandt mit dem Laird von Limmerſield.“

Mattie benahm ſich vortrefflich bei ihrer Erhebung, und zerſtreute dadurch die Beſorgniſſe einiger Freunde Jar⸗ vie's, die den Verinch etwas gewagt gefunden hatten. Ob dies in ihrer Abkunft oder in ihren guten Anlagen ſei⸗ nen Grund hatte, wage ich nicht zu entſcheiben, ſo wit mir auch voͤllig unbekannt iſt, ob ihm waͤhrend ſeines ru⸗ higen und nuͤtzlichen Lebens noch irgend eiwas auſſtieß, dat einer beſondern Beachtung werth waͤre.

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