Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
Einzelbild herunterladen

—uö——n—

67 Funfſtes Kavitel.

Kommt her, ſechs gute Söhne mein, Voll wackern Muths ſeid Ihr.

Wie viele von Euch wollen nun Beim Graſen ſtehn und mir.

Und fünf von ihnen treten vor: Ja albereit ſind wir, Wir wollen bis zum letzten Hauch — Beim Grafen ſtehn und Dir. 3 Der Aufſtand im Norden.

Am Morgen, wo wir abreiſen wollten, ſtuͤrzte An⸗ dreas wie ein Toller in mein Zimmer, ſprang auf und nieder, und ſang oder kreiſchte vielmehr:

Die Darre brennt„ die Darre brennt, Sie ſteht in hellen Flammen.

Mit einiger Schwierigkeit machte ich endlich ſeinem verwirrten Geſchrei ein Ende, und erfuhr, was ich wußte. Er verkuͤndigte mir, als waͤre es die erfreulichſte Nachricht, die Hochlaͤnder ſeyen alle losgebrochen, der rothe Robin ziehe mit allen ſelnen hoſenloſen Banden heran, und wer⸗ de in Glasgow ſeyn, ehe vier und zwanzig Stunden ver⸗

giengen.

„Schweiat Schurke,“ ſagte ich,„Ihr muͤßt betrunken oder toll ſeyn, und wenn an Eurer Neuigkeit etwas Wah⸗ bes iſt, ſo iſt da nichts zu ſingen und zu tanzen, Dumm⸗ opf.“ 3

„Betrunken oder toll?“ erwiederte Andreas ohne Schen, „allerdings, man iſt betrunken oder toll, wenn man etwas ſagt, was vornehme Leute nicht hoͤren moͤgen.— Singen?

6