Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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auf deren Rückſeite er nach allen Formen eine Quittung geſchrieben hatte, die er unterzeichnete, und auch mich bar, dieß als Zeuge zu thun. Er ſah ſich aͤngſtlich nach einem andern um, da die ſchottiſchen Geſetze zur Guͤltig⸗ keit einer ſolchen Urkunde zwei Zeugen verlangen.„Auf drei Meilen in der Runde findet Ihr wohl ſchwerlich je⸗ mand, der ſchreiben kann, als uns ſelbſt,“ ſagte Robin, „aber ich will die Sache kurz abmachen;“ mit dieſen Wor⸗ ten nahm er die Schrift, und warf ſie ins Feuer. Jetzt ſtaunte Jarvie ſeinen Vetter an, dieſer aber fuhr fort: „das iſt hochlaͤndiſche Art, Rechnungen abzumachen,— die Zeit moͤchte kommen, Vetter, wo dieſe Verſchreibun⸗ gen und Quittungen, wenn ich ſie aufbewahren wollte, meine Freunde in Ungelegenheit bringen koͤnnten.“

Dagegen hatte Jarvie nichts einzuwenden, und uͤber⸗ dieß erſchien nun unſer Abendeſſen, reichlicher und leckerer, als man es an dieſem Orte haͤtte erwarteu ſollen. Die meiſten Speiſen waren indeß kalt, und dieß verrieth mir, daß ſie in einiger Entfernung zubereitet worden waren; und zu den Wildbretpaſteten fehlten auch einige Flaſchen franzoͤſiſcher Weine nicht. Ich bemerkre, daß Mac Gregor, waͤhrend er ſehr eifrig den Wirth machte, uns um Ent⸗ ſchuldigung uͤber den Umſtand bat, daß eine Paſtete, ehe er ſie uns anbot, bereits angebrochen war.„Ihr muͤßt wiſſen,“ ſagte er zu Herrn Jarvie, ohne mich anzublicken, daß Ihr dieſe Nacht nicht die einzigen Gaͤſte in Mac Gre⸗ gors Land ſeyd, ſonſt wuͤrde meine Frau mit den beiden Jungen auch hier ſeyn, wie ſich's gebuͤhrte.“

Jarvie ſah aus, als freute er ſich ihrer Abweſenheit, und ich waͤre vollkommen ſeiner Meinung geweſen, wenn nicht Robins Entſchuldigung die Vermuthung in mir er⸗