Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
Einzelbild herunterladen

83

hahn mit der Kugel aus der Luft herunter, und Robert ſtößt einen Dolch durch ein zweizölliges Brett.

Um ſo ſchlimmer für ſie, um ſo ſchlimmer für beide, Vetter, antwortete der Glasgower Kaufmann in einem ſehr entſchiedenen Tone;wenn ſie nichts Beſſeres kennen, als das, ſo wäre es beſſer, ſie kennten auch das nicht. Sagt mir ſelbſt, was habt Ihr mit dieſem Hauen und Stechen und Schießen gewonnen? waret Ihr nicht glücklicher, wie Ihr hinter Eurem Vieh herzoget, in ehrlichem Gewerbe, als an der Spize Eurer hochlaͤndiſchen Kernen und Gallowglaſ⸗ ſen? FSch bemerkte, daß Mac Gregor, während ſein wohlmei⸗ nender Vetter alſo ſprach, ſich drehnte und wand, wie ein Mann, der heftige Schmerzen leidet, aber keinen Seufzer ſeinen Lippen entſchluͤpfen laſſen will, und ich wartete auf eine Gelegenheit, dieſen wohlgemeinten, aber offenbar bei dieſem ſonderbaren Manne voͤllig verfehlten Ton zu unter⸗ brechen. Das Geſpräch kam indeß ohne meine Einmiſchung zu Ende.

Und ſo habe ich gedacht, Robin, fuhr der Rathmann fort;da Ihr ſchon zu ſehr im ſchwarzen Regiſter ſteht, um noch Verzeihung zu erhalten, und zu alt ſind, um Euch zu beſſern, daß es Schade waͤre, Eure zwei hoffnungsvollen Jun⸗

gen zu einem ſo gottloſen Gewerbe zu erziehen, wie das Eu⸗

rige, und ich wollte ſie gerne als Lehrlinge an den Webſtuhl ſetzen, wie ich anfieng, und mein Vater, der Zunftmeiſter, vor mir, obwohl ich jetzt, Dank dem Geber alles Guten, nur im Großen handle, und, und

Er ſah, daß auf Robins Stirne ſich ein Sturm ſam⸗ melte, und als Beſaͤnftigungsmittel fuͤr ſeinen mißfaͤlligen Vorſchlag ruͤckte er ſchnell damit heraus, Pe ſeinen Edel⸗

W. Scotis Werke. CIV.