1 6 22 die Antwort.„KTraͤgt ſte noch dieſen Namen?— Sie kam ſo eben hier voruͤber mit einem Herrn, der Gewalt uͤber ſie zu haben ſchien.“ 11 1 ac Tn9le. nen ,ehel „Ja, ja,“ antwortete Robin;„ſie ſteht nun untet keckk⸗ mäßiger Gewalt, es war auch hohe Zeit, das wiide Ding! Aber ein herzhaftes Maͤdchen iſt ſie,— es iſt Schade, daß Seine Excellenz ein bischen altlich iſt. So einer, wie Ihr, oder mein Sohn Robert oder mein Jakob hätten we⸗
gen der Jahre beſſer fuͤr ſie gepaßt.“
Dieß ries mit einem Mal die Kartenhaͤufer nieder, die meine Phantaſie der Vernunft zum Troze ſo vielfach aufgebaut hatte. Obgleich ich kaum etwas anders vermu⸗ then konnte, als daß Diana in einem ſolchen Lande und zu einer ſolchen Stunde mit niemand reiſen werde, der nicht ein geſezliches Recht zu ihrem Schuze habe, ſo fuͤhlte ich darum den Schlag nicht minder hart, und die Stimme Mac Gregors, der mich meine Erzaͤhlung forkzuſezen bat, toͤnte in meine Ohren, ohne daß ich recht darauf gemerkt haͤtte.
„Ihr ſeid nicht wohl,“ ſagte er endlich, nachdem er zweimal geſprochen hatte, ohne eine Antwort zu erhalten; „dieß Tagewerk iſt vermuthlich zu viel geweſen fuͤr einen, der nicht daran gewoͤhnt iſt.“ 4
Der wohlwellende Ton, womit dieß geſprochen wurde, brachte mich zu mir ſelbſt, und ich ſezte meine Erzaͤhlung fort, ſo gut ich konnte. Robin war uͤber das gluͤckliche Ge⸗ fecht im Engpaſſe hoͤchlich erfreut.—
„Man ſagt,“ bemerkte er,„des Koͤnigs Spreu ſei beſe ſer, als anderer Leute Korn, aber ich denke, das laͤßt ſich von des Koͤnigs Soldaten nicht ſagen, wenn ſie ſich ſchla⸗ gen laſſen von ein Paar alten Kerlen, die nicht mehr fech⸗ Len können, von Buben, die es erſt lernen ſollen, und von


