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die bald um die Haͤupter der Berge ſchwebten, bald wie in dichten Dampfwolken die Vertiefungen fuͤllten, wo maͤchtige Felsbloͤcke in das Thal gerollt waren, und tiefe Schluchten gleich trockenen Betten verſiegter Bergſtroͤme hinter ſich gelaſſen hatten. Der Mond, welcher jetzt hoch und hell am froſtigen Nachthimmel glaͤnzte, verſilberte die Windungen des Fluſſes, die Felſenſpitzen und ſchroffen Waͤnde, die der Nebel nicht verhuͤllte, waͤhrend die dich⸗ ten, weißen Nebelmaſſen ſeine Strahlen einzuſaugen ſchie⸗ nen, und die leichtern ſich wie ein durchſichtiger Glanz⸗ ſchleier uͤber das Gehoͤlz hinbreiteten. Dieſer romantiſche Anblick und der belebende Einfluß des Froſtes, der meine Nerven ſpannte, erhoͤhte meinen Muth trotz der Ungewiß⸗ heit meiner Lage. Ich war in der Stimmung, jede Sorge abzuwerfen, jeder Gefahr Trotz zu bieten, und pfiff un⸗ willkuͤhrlich einen Marſch, da die Kaͤlte mich zwang, meine Schritte zu beſchleunigen; meine Lebenspulſe ſchlugen ſtol⸗ zer und hoͤher in gleichem Maaße, wie mein Vertrauen auf meine Staͤrke und meinen Muth zunahm. Ich war in dieſe Gedanken und in die Gefuͤhle, die ſie erweckten, ſo vertieft, daß Reiter hart hinter mich kamen, ohne daß ich ſie hoͤrte, bis der eine zu meiner Rechten und der an⸗ dere zu meiner Linken war. Der letztere hielt ſein Pferd an, und ſagte guf engliſch:„Heda, Freund, wohin ſo ſpaͤt?“
„Zu meinem Abendbrod und Nachtlager in Aberfoil,“ erwiederte ich
„Sind die Engpaͤſſe offen?“ fragte er in demſelben gebieteriſchen Ton der Stimme.
„Ich weiß nicht,“ war meine Antwort;“ wenn ich hin⸗ komme, werde ich's wohl erfahren, aber(hier fiel mir das


