Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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mel auf einem hochlaͤndiſchen Berge zuzubringen. Nach

kurzer Erwaͤgung glaubte ich, daß Andreas, der ohne Zwei⸗

fel mit den andern Bedienten uͤber den Fluß gegangen war, bei ſeiner gewohnten Zudringlichkeit nicht ermangeln werde, dem Herzoge uͤber meine Verhaͤltniſſe Auskunft zu geben. Darum ſchlen es mir nicht durchaus nothwendig, ſo⸗ gleich zu erſcheinen, bei der Gefahr, im Fluſſe zu ertrin⸗ ken, oder auch, wenn ich gluͤcklich das jenſeitige Ufer er⸗ reichte, die Spur der Reiter zu verfehlen, oder endlich von irgend einem Nachzuͤgler zuſammengehauen zu wer⸗ den, der eine ſolche Dienſtleiſtung als hinreichende Ent⸗

ſcchuldigung fuͤr ſich anfuͤhren mochte, weßhalb er nicht baͤl⸗ der wieder in die Reihen eingeruͤckt ſey. So entſchloß ich

mich endlich in das kleine Wirthshaus zuruͤckzukehren, wo

ich die vorige Nacht zugebracht hatte. Von dem rothen

Robin hatte ich nichts zu fuͤrchten. Er war jetzt in Frei⸗ heit, und wenn ich auch ſeinen Leuten in die Haͤnde fiel, ſo war ich gewiß, daß die Nachricht von ſeiner Freiheit mir Schutz verſchaffen wuͤrde. Auf dieſe Weiſe zeigte ich zugleich, daß ich nicht die Abſicht habe, Herrn Jarvie in der haͤklichen Lage zu veriaſſen, worein er ſich hauptſaͤch⸗ lich um meinetwillen begeben hatte. Endlich konnte ich nur hier Nachrichten uͤber Raſhleigh und meines Vaters Papiere erwarten, was die urſpruͤngliche Veranlaſſung ei⸗ ner Reiſe war, auf der ich ſo gefaͤhrliche Abentheuer zu beſtehen hatte. Ich gab daher jeden Gedanken auf, die⸗ ſen Abend uͤber den Forth zu gehen, und lenkte meine Schritte gegen das kleine Dorf Aberfoil.

Ein ſcharfer kalter Wind entfernte die Nebelwolken, die ſich ſonſt bis zum Morgen in dem Thale gelagert haben wuͤrden, und nur einzelne, wechſelnde Maſſen blieben uͤbrig,