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ner?“ und ohne die Vertheidigung abzuwarten, die der erſchreckte Vaſall hervorzuſtottern begann, feuerte er ein Piſtol nach ihm ab,— ob mit toͤdtlichem Erfolge, weiß ich nicht,— und rief ſeinen Leuten zu:„theilt Euch, und verfolgt den Schurken. Hundert Guineen dem, der den Robin faͤngt.“
Alles kam ſogleich in dle lebhafteſte Unordnung. Ro⸗ bin, den Ewan vermuthlich durch Loͤſung des Sattelgurts frei gemacht hatte, war ſogleich ins Waſſer geſprungen, und untergetaucht unter den Bauch des Pferdes, das ihm zur Linken war. Da er aber, um Luft zu ſchoͤpfen, einen Augeublick an die Oberflaͤche des Waſſers kommen mußte, ſo erregte ſein Plald die Aufmerkſamkeit einiger Reiter, und einige ſtuͤrzten ſich theils mit ihren Pferden, theils ohne ſie ins Waſſer, ohne alle Ruͤckſicht auf ihre eigene Sicherheit. Andere, minder eifrig oder vorſichtiger, ritten nach verſchiedenen Richtungen am Fluſſe auf und uleder, um die Stellen zu bewachen, wo der Fluͤchtling moͤglicher⸗ weiſe landen konnte. Das Ho! Halloh!, der mehrſeitige Ruf um Beiſtand, wo ſie eine Spur von ihm ſahen oder zu ſehen glaubten,— das Abfeuern der Gewehre nach al⸗ lem, was auch nur den mindeſten Verdacht erregte,— der Anblick ſo vieler Reiter in und am Fluſſe, die ihre langen Schwerter gegen alles ſchwangen, was ihre Aufmerkſamkeit reizte, vereint mit den vergeblichen Bemuͤhungen ihrer Of⸗ fiziere, ſte wieder in Ordnung zu bringen,— alles dieß in einer ſo wilden Landſchaft, bei der matten Daͤmmerung ei⸗ nes Herbſtabends machte die ſeltſamſte Scene, die ich je geſehen. Ich konnte ſie ganz ungeſtoͤrt allein betrachten, denn alles war weggeritten, theils zur Verfolgung, theils um den Erfolg derſelben zu ſehen. Auch wuͤnſchten, wie


