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muͤde? Vermeldet auch meine Empfehlung dem kommandk⸗ renden Offizier,— die Empfehlung des Rathmanns Nicol Jarvie von Glasgow, und meldet ihm, hier ſeien ein paar ehrliche Leute in großer Verlegenheit, mit denen es leicht noch ſchlimmer werden koͤnnte, und er koͤnne fuͤr's allge⸗ meine Wohl nichts Beſſeres thun, als wenn er Robin in ſeine Heimath gehen laͤßt. Es iſt hier ſchon etwas Boͤſes geſchehen, hat aber meiſt nur den Zoͤllner betroffen, und da iſt's nicht der Muͤhe werth, viel Laͤrmen darum zu machen.“
Mit dleſen ſo widerſprechenden Weiſungen der bei dem Erfolg meiner Geſandtſchaft hauptſaͤchlich betheiligten Par⸗ theien, und mit dem wiederholten Auftrag von Mac Gre⸗ gors Frau, ihre Botſchaft genau und buchſtaͤblich zu uͤber⸗ bringen, wurde ich endlich entlaſſen, und Andreas erhielt, hauptſaͤchlich, glaube ich, um ſeiner klaͤglichen Bitten los zu werden, die Erlaubniß, mich zu begleiten. Da man je⸗ doch beſorgte, ich moͤchte mit Huͤlfe meines Pferdes mei⸗ nen Fuͤhrern entrinnen, vielleicht auch, um ein Unrerpfand von einigem Werthe zu behalten, gab man mir zu verſte⸗ hen, daß ich meinen Weg zu Fuß zu machen haͤtte, unter Begleitung Jakobs, des juͤngern Bruders, der nebſt zwei Gefaͤhrten theils mir den Weg zeigen, theils die Staͤrke und Stellung des Feindes auskundſchaften ſollte. Dougal follte mitgehen, wußte aber dem Auftrage auszuwelchen, und zwar, wie wir ſpaͤter erfuhren, in der Abſicht, uͤber Jarvie zu wachen, dem er nach ſeinen rohen Begriffen von Treue Dienſtleiſtungen ſchuldig zu ſeyn glaubte, weil der Rathmann einſt ſein Goͤnner oder Gebieter geweſen war⸗
Als wir etwa eine Stunde ſehr raſch gegangen waren, gelangten wir auf eine mit Buſchwerk bedeckte Anhohe,


