Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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gen. Ich war nahe genug, um beinahe alles zu verſtehen, und da es mir ſehr wichtig war, in dieſer ſonderbaren Laze ſo gut wie moglich berichtet zu ſeyn, ſo horchte ich mit geſpannter Aufmerkſamkeit.

Mac Gregor, erzaͤhlte der Sohn,ſey zu elner ver⸗ abredeten Zuſammenkunft berufen worden mit einem Nie⸗ derſchotten, der ein Zeichen brachte von(hier murmelte

er ſehr leiſe einen Namon, und ich glaubte, den meinigen

zu verſtehen).Mac Gregor nahm die Einladung an, befahl aber, den Sachſen, der die Botſchaft uͤberbracht hatte, als Geiſel zuruͤckzubehalten, daß man redlich gegen ihn verfahre. Er kam auf den verabredeten Platz, nur von zwei Maͤnnern begleitet, und ertheilte Befehl, daß niemand ihm folgen ſolle. Nach einer halben Stunde kam der eine zuruͤck mit der traurigen Nachricht, Mac Gregor ſey von einer Abtheilung der Lennox⸗Miliz unter Gal⸗ bralth von Garſchattachin uͤberfallen und gefangen genom⸗ men worden. Galbraith habe auf die Drohung Mac Gre⸗ gors, man werde an dem Geiſel Vergeltungsrecht uͤben⸗ veraͤchtlich geantwortet: Laßt jeden Theil ſeinen Mann haͤngen; wir haͤngen den Raͤuber, und Eure Geſellen, Robin, moͤgen den Zoͤllner haͤngen, das Land wird ſo zwei verwuͤ iſchte Dinge auf einmal los. Angus Breck, der mit Mac Gregor gefangen genommen, aber nicht ſo ſtreng be⸗ wacht wurde, war ihnen entflohen, nachdem er lange genuz in ihrem Gewahrſam geblieben war, um dieſe Unterredung mit anzuhoͤren, und die ungluͤckliche Nachticht den Seini⸗ gen zu bringen. 3

Und du, falſcher Verraͤther, hoͤrteſt dieß, ſprach Mac Gregors Weib,und eilteſt nicht ſogleich, deinen Vater zu retten, oder dein Leben dort zu laſſen?