Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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Die Soldaten eilten hinaus, und waren bald zum Auf⸗ bruch bereit. Wir wurden mit Dougal als Gefangene hin⸗ ausgefuͤhrt. Als wir die Huͤtte verließen, boͤrte ich, wie dieſer den Hauptmann an die fuͤnf Guineen erinnerte.

„Da habt Ihr ſie,“ ſagte der Ofſizier, und gab ihm einige Goldſtuͤcke;„aber merkts Euch, fuͤhrt Ihr mich falſch, ſo jage ich Euch ſelbſt die Kugel durch den Kopf.“

„Der Burſche iſt ſchlimmer, als ich dachte,“ ſagte Jar⸗ vie;„er iſt ein treuloſer Menſch. O wie ſich die Leute dem Gewinn ergeben! Mein Vater, der Zunftmeiſter, pflegte zu ſagen:„Das Geld hat mehr Seelen getedtet, als das Schwert Leiber.“

Die Wirthin erſchien nun, und verlangte die Bezahlung ihrer Rechnung, mit Einſchluß alles deſſen, was Major Galbraith und ſeine hochlaͤndiſchen Freunde getrunken hatten. Der engliſche Offizier wollte Einwendungen machen, aber Frau Mac Alvine erklaͤrte, haͤtte ſie nicht dem Namen des edlen Herrn vertraut, auf den ſie ſich berufen, ſo haͤtte ſie nie einen Tropfen eingeſchenkt, denn ſie moͤge nun Herrn Galbraith wieder ſehen, oder nicht, ſo haͤtte ſie wenig Hoff⸗ nung, ihr Geld wieder zu ſehen, ſie ſei eine arme Wittwe, und muͤſſe ſich an ihre Kunden balten.“

Hauptmann Thornton machte dem Gerede ein Ende, indem er die kleine Zeche bezahlte, die nur nach ſchotti⸗ ſcher Muͤnze furchtbar klang, im Engliſchen aber nur wenige Schillinge ausmachte. Großmuͤthig wollte er auch Jarvie und mich in dieſe allgemeine Schuldentilgung einſchließen, dieß litt aber der Rathmann nicht, und troz des Winkes der Wirthin, man muͤſſe von den Englaͤndern ſo viel Geld bekommen, als moͤglich, man haͤtte genug Plage von ihnen,“ verlangte er unſern Antheil an der Rechnung zu viſſen,