Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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47 ſchlief die ganze Familie, Maͤnner, Weiber und Kinder, und nur die duͤſtern Rauchwolken verbargen die Schlaf⸗ ſtaͤtte.

unſer Eintritt war ſo ruhig geſchehen, und die Zecher waren in ihre Unterredung ſo vertieft, daß wir einige Ml⸗ nuten lang ihrer Beachtung entgiengen. Nur bemerkte ich, daß der Hochlaͤnder, der am Feuer lag, ſich aufrichtete, auf den Elbogen ſtemmte, ſeinen Plaid uͤber den untern Theil ſeines Geſichts herzog, und uns einige Augenblicke, ſcharf anblickte, worauf er ſeine alte Lage einnahm, und wieder des Schlummers zu pflegen ſchien, woran ihn un⸗ ſer Eintijitt geſtoͤrt hatte.

Wir naͤherten uns dem Feuer, das uns nach einem langen Ritte in der kalten Nacht uͤber die Berge eine angenehme Erquickung verſprach, und zogen jetzt erſt durch unſer Rufen nach der Wirthin die Aufmerkſamkeit der aͤl⸗ tern Gaͤſte auf uns. Ungewiß und furchtſam blickte die Wirthin bald auf uns, bald auf die andern Gaͤſte, und antwortete nur zoͤgernd und unſicher auf unſere Frage, ob ſie etwas zu eſſen habe.

„Ich weiß nicht,“ ſagte ſie;„ich bin nicht gewiß, ob

etwas im Hauſe iſt,— wenigſtens, was fuͤr ſolche Herren

paßt.“ 3 „Ich verſicherte ſie, es ſey uns gleichguͤltig, was wir bekaͤmen, und ſah mich dann nach Bequemlichkeiten um, die nicht leicht zu haben waren; einen alten Huͤhnerſtall machte ich zum Sitze fuͤr Herrn Jarvie zurecht, und ſtuͤrzte einen zerbrochenen Zuber fuͤr mich ſelbſt um. Andreas trat nun auch ein, und nahm ſchweigend hinter uns Platz. Die Gaͤſte ſtarrten uns fortwaͤhrend an, als waͤren ſie durch unſere Zuverſicht aus der Faſſung gebracht, und wir,