Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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Euch ſage. Auf dieſem Wege hier, und da, wo wir uͤber Nacht bleiben muͤſſen, finden ſich Leute von allen Clans ein, aus dem Hochland und Niederland,— nehmt Euch in Acht. Denn da ſieht man, wenn der Branntwein den Leuten zu Kopfe ſteigt, mehr gezogene Dolche, als offene Bibeln. Miſcht Euch in nichts, beleidigt niemand mit Eurer ge⸗ ſchwaͤzigen Zunge, haltet Euch ruhig, und laßt einen Jeden ſeinen Streit ausfechten.“

„Das braucht's viel mir zu ſagen,“ erwiederte An⸗ dreas veraͤchtlich,„als haͤtte ich nie einen Hochlaͤnder ge⸗ ſehen, und wuͤßte nicht mit ihnen umzugehen. Kein Menſch kann mit ihnen beſſer auskommen, als ich. Ich habe mit ihnen gehandelt, mit ihnen gegeſſen, und mit ihnen ge⸗ trunken.“

„Habt Ihr auch mit ihnen gefochten?“ fragte Jarvie.

„Nein, nein,“ ſagte Andreas;„das ließ ich bleiben, das haͤtte ſich uͤbel fuͤr mich geſchickt; denn ich bin ein Kuͤnſtler und ein halber Gelehrter in meinem Fache, dieſe ohnehoſigen Burſche wiſſen ja keine Pflanze oder Blume in breitem ſchottiſch, viel weniger auf lateiniſch zu nen⸗ nen.“

„Nun dann,“ ſaate Herr Jarvie;„wollt Ihr Eure Zunge im Munde und Eure Ohren am Kopfe behalten, ſo ſprecht mit niemand im Wirthshaus ein Wort, es ſei gut oder boͤs. Und vor allem laßt Euch ſagen, daß Ihr nicht den Namen Eures Herrn und den meinen nennt, und da⸗ mit groß thut, oder ſprecht, daß dieß der Herr Rathmann Nicol Jaroie vom Salzmarkt, Sohn des wuͤrdigen Zunft⸗ meiſters, Nicol Jarvie, iſt, von dem alle Welt weiß, und daß dieß Herr Franz Osbaldiſtone iſt, der Sohn des Vor⸗