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gekauft ſeyen, nach Amerika abzuſenden, beantwortete Jar⸗ vie mit Heftigkeit und gelaͤuſiger Zunge.
3„Nein, nein, Herr, wir ſtehen auf unſern eigenen Fuͤſ⸗ ſen, und greifen in unſere eigene Taſche. Wir haben auch unſere Wollenwaaren, und unſere Linnen ſind beſſer und wohlfeiler, als Ihr ſie in London ſelbſt habt,— und wir koͤnnen unſere Waaren aus dem Norden Englands ſo wohl⸗ feil bekommen, als Ihr zu Liverpool,— auch machen wir ſchoͤne Kattune und Mouſſeline.— Nein, nein! laßt jeden Haͤring an ſeinem Kopf hangen, und jedes Schaaf an ſei⸗ nem Bein, Ihr werdet finden, wir Glasgower ſind nicht ſo gar weit zuruͤck.— Dieß iſt aber eine ſchlechte Unterhal⸗ tung fuͤr Euch“ ſagte er zu mir gewendet, als er bemerkt hatte, daß ich ſeit einiger Zeit ſchwieg;„aber Ihr wißt, die Kaͤrrner ſprechen gern von dem, was ſie geladen haben.“
Ich entſchuldigte mich, und fuͤhrte als Urſachen mek⸗ ner Zerſtreuung das Peinliche meiner jetzigen Lage und die beſondern Vorfaͤlle dieſes Morgens an. So erreichte ich, was ich wollte,— eine Gelegenheit, meine Geſchichte ge⸗ nau und ohne Unterbrechung zu erzaͤhlen. Blos meiner unbedeutenden Wunde erwaͤhnte ich nicht. Herr Jarvie hoͤrte mir mit großer Aufmerkſamkeit, und, wie es ſchlen, auch mit Theilnahme zu, blinzelte mit ſeinen kleinen grauen Augen, nahm Taback, und unterbrach mich nur durch kurze Ausrufungen. Als ich zu dem Bericht von dem Zweikampfe kam, welchen Owen, das wahre Bild ſchmerzlichen Erſtau⸗ nens mit gefalteten Haͤnden und gen Himmel gerichteten Augen anhoͤrte, unterbrach mich Herr Jarvie:„da habt Ihr Unrecht,— offenbar Unrecht,— den Degen zu ziehen desen ſeinen Verwandten, das iſt durch goͤttliche und menſch⸗
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