107 neten Feldherrn vorkommen, die furchtbaren Maſſen, die ihm entgegenſtanden, in Zeit von fuͤnf Tagen gaͤnzlich zu ſchlagen.
Napoleon fand ſeine Armee auf der langen Strecke zwiſchen Augsburg und Regensburg eben nicht vor⸗ theilhaft aufgeſtellt; ihre beiden Fluͤgel waren, angeb⸗ lich durch ein Verſehen von Berthier, durch eine gefaͤhr⸗ liche Luͤcke in der Mitte vereinzelt und in Gefahr, durch den eindringenden Feind voͤllig von einander getrennt und in der Flanke genommen zu werden. Napoleon, die moͤgli⸗ chen, hoͤchſt verderblichen Folgen einer ſolchen, dem Feinde gegebenen Bloͤße ſogleich durchſchauend, entſchloß ſich ſofort zu dem gewagten Verſuche, ſeine Armee durch einen von beiden Fluͤgeln zugleich auszufuͤhrenden Flanken⸗ marſch zuſammenzuziehen. Zu dieſem Ende behab er ſich in die Mitte, als den am meiſten bedrohten Punkt, und befahl dem Marſchall Maſſena, eine Seiten⸗ bewegung von Augsburg nach Pfaffenhofen zu machen; dem Marſchall Dav⸗ust, durch eine aͤhnliche Bewegung
von Regensburg nach Neuſtadt ſich dem Centrum zu naͤhern. Dieß konnke nur durch Gewaltmaͤrſche ge⸗ ſchehen, da Davoust acht, Maſſena zwoͤlf bis dreizehn Meilen zuruͤcklegen mußte. Der Befehl zu dieſer kuͤhnen Operation ward an Maſſena in der Nacht vom 17. ausgefertigt; er ſchloß mit einer ernſtlichen An⸗ empfehlung ſchleuuiger und verſtaͤndiger Ausfuͤhrung. Buonaparte ſtellte ſich hierauf an die Spitze ſeiner


