19 3 hatte nur Soldaten verloren, die ſich leicht wieder er⸗ ſetzen ließen; durch die Niederlage von Baylen ward dagegen jene Meinung von der Unwiderſtehlichkeit und dem Gluͤcke Napoleon’'s widerlegt, die wie ein Talis⸗ man die Plane ſeiner Feinde ſo oft zerriſſen, ihre Anſtrengungen vereitelt und ſie auf den Gedanken ge⸗ bracht hatte, daß ſich ihm zu widerſetzen, ſo viel ſey, als gegen den Strom des Schickſals ſelbſt anzuwogen. Auch ward das ganze Geheimniß und das Dunkel, in welches Buonaparte die ſpaniſchen Angelegenheiten gehuͤllt hatte, um ſeine rieſenhaften Abſichten auf dieſes Konigreich zu verbergen, der ganzen Welt auf einmal offenbart. Die Nachricht von Dupont's Ka⸗ pitulation wirkte wie ein Wirbelwind auf einen dich⸗ ten Nebel, und zeigte ganz Europa, was Napoleon ſo ſehr zu verheelen ſuchte— daß er in einen aͤußerſt bedenklichen Nationalkrieg verwickelt ſey, der mit gro⸗
ßem Verluſte fuͤr Frankreich begonnen, und den er einzig ſeiner ungemeſſenen Herrſchſucht zu verdanken habe. Daß man ſeine Armeen ſchlagen und ſie zwin⸗ gen koͤnne, ſich zu ergeben, war nun fuͤr Spanten und fuͤr ganz Europa klar. Jenem wuchs der Muth, auf einem ſo gluͤcklich begonnenen Unternehmen zu beharren, und die Nationen, die ſich noch unter dem franzoͤſiſchen Joche befanden, fingen an, Hoffnung zu ſchoͤpfen, indem ſie den Kampf beobachteten; und nachdem der Zauber, der ſie ſo fuͤgſam gemacht hatte, einmal geloͤst war, ergoͤtzten ſie ſich an der Ausſicht,
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