Teil eines Werkes 
64. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 30. Theil (1828) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
Einzelbild herunterladen

88 lichen Umſtaͤnden wuͤrden Heinrich der IV. und Carl II. dem Balle beigewohnt, und unzweifeihaft mit der ſchoͤnſten anweſenden jungen Frau getanzt ha⸗ ben, ohne zu traͤumen, daß ſie dadurch Anſpruͤche ſchmaͤlerten, die ſich von einer langen Reihe koͤnig⸗ licher Vorfahren herleiteten. Buonaparte und Las Caſes hingegen fuͤhlten ſich durch die Vertraulichkeit beleidigt und zeichneten ſie als ejne ſchreiende Be⸗ leidigung von Seite des Admirals auf. Dieß waren nicht die Gefuͤhle eines Mannes, der ſich ſei⸗ nes Seelenadels bewußt war, ſondern eines Em⸗ porkoͤmmlings, welcher glaubt, die Ehre der Aus⸗ zeichnung beſtehe nicht ſowohl darin, daß man auf einem durch uͤberlegene Talente errungenen hohen Stand⸗ punkte geſtanden ſey, oder noch ſtehe, als vielmehr darin, daß man die Kleider trage oder auf die hoch⸗ klingenden Titel hoͤre, die ein Attribut deſſelben ſind.

Ein Gegenſtand, hin ſchtli ch deſſen wir uns be⸗ wogen fuͤhlen, weit mehr Mitleid mit der Lage Na⸗ poleon's auszudruͤcken, als wir bei der Betrachtung ſeines vernichteten Titels fuͤhlen koͤnnen, iſt die Scheidewand, die zwiſchen ihm, und, man kann ſa⸗ gen, der lebenden Welt gezogen war, und die er

nicht einmal durch Briefe an ſeine theuerſten Freun⸗ de und Verwandte durchdringen durfte, wofern ſie nicht zuvor dem Gouverneur der Inſel umitgeiheilt und von ihm geleſen worden waren. 38