Teil eines Werkes 
64. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 30. Theil (1828) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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Es iſt wohl nicht zu zweifeln, daß dieß eine Unannehmlichkeit iſt, welcher Kriegsgefangene in allen Faͤllen unterworfen ſind; auch wiſſen wir kein Land, in welchem ihr Wort ſo heilig gehalten wuͤrde, daß es die Regierung bewegen könnte, das Recht, deren Briefe zu unterſuchen, nicht in Anwendung zu kringen. Allein der hohe Rang, den der gefal⸗ lene Monarch ſo kurz zuvor noch eingenommen hatte, haͤtte ihn, glauben wir, zu einer gewiſſen Freiſprechung von einer ſo demuthigenden Beſchraͤn⸗ kung berechtigen koͤnnen. Wenn eine dritte Perſon, die hoͤchſtens bei kaltem Blute vielleicht geneigt iſt, den Spott uͤber die Ausdruͤcke unſers Kummers oder unſerer Liebe zuruͤckzuhalten, die Ergießungen un⸗ ſers Herzens gegen ein Weib, eine Schweſter, ei⸗ nen Bruder oder einen Buſenfreund muſtern darf, ſo verliert der Briefwechſel ſeinen Werth, und da wir genoͤthigt ſind, dabei die moͤglichſte Vorſicht zu gebrauchen, ſo wird er fuͤr uns eher eine neue Quelle zu Kraͤnkungen, als daß er uns eine Gemein⸗ ſchaft mit den abweſenden Perſonen eroͤffnete, deren Freundſchaft und Zuneigung wit für das theuerſte Be⸗ ſitzthum unſeres Lebens halten. Wir glauben um ſo eher, daß man Napoleon dieſes Vorrecht einigermaßen haͤrte genießen laſſen koͤnnen, ohne daß dadurch die ſichere Bewachung ſeiner Perſon gefaͤhrdet wor⸗ den waͤre, weil wir feſt uͤberzeugt ſind, daß alle Be⸗ muͤhungen, die ſtrenge Befolgung dieſer Verfügung