22 nach Rußland, geſchickt zu werden, rief Buonaparte aus—„Rußland! Gott behuͤte mich davor.*)
Waͤhrend die ſes merkwuͤrdigen Auftritts war Napoleon's Benehmen vollkommen ruhig und gefaßt, ſeine Stimme gleich und feſt, ſeine Toͤne ſehr an⸗ genehm. Ein oder zweimal ſprach er raſcher und in rauherem Tone. Er machte wenige Geberden, und ſeine Stellungen waren ungefaͤlllg; allein die Hal⸗ tung des Kopfes war wuͤrdevoll und der Ausdruck ſeiner Miene auffallend ſanft und ruhig, ohne ir⸗ gend ein Zeichen von Strenge. Er hatte, wie es ſchien, in der Vermuthung deſſen, was ihm angekuͤn⸗ digt werden ſollte, ſich gefaßt gemacht, und war voll⸗ kommen vorbereitet, um zu antworten. Als er ſei⸗ nen beſtimmten Entſchluß ausdruͤckte, nicht nach St. Helena zu gehen, ließ er ſeine Zuhoͤrer im Zweifel⸗ ob er ſeine Entfernung durch Selbſtmord zu verhin⸗ dern, oder ſich ihr durch Gewalt zu widerſetzen ge⸗ denke.**)
Das Intereſſe der vorangehenden Unterhaltung zwiſchen Napoleon und den Offlzteren, die an ihn ab⸗
*) Russie Dieu in'en garde.
**) Da der Verfaſſer den unſchätzbaren Vortheil gehabt hat⸗ Sir Heinrich Bunbury's Aufſatz über dieſe merkwürdige Ver⸗ batdlung mit dem des Herrn Meike, der den Lord Keith in der Eigenſchaft eines Serretairs begleitete, zu vergleichen, ſo iſt er in den Stand geſetzt worden, dem Publikum den aus⸗ fuhrlichſten Bericht von der Unterredung des zeſten Julius, der bis jetzt erſchienen iſt, vorzulegen. 3
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