95 Souverainen anerkannt wurde. Meuaanan muß ihn nicht mit der ſclaviſchen Lehre verwechſeln, daß das auf dieſe Art verliehene Recht vermoͤge ſeines goͤtt⸗ lichen Urſprungs unvertilgbar ſey. aeſemäßige Erbe im Privatleben kann das Erbgut, olhes ihm durch das Geſetz zu Theil wird, durch ſeine Thor⸗ heit verpraſſen, oder durch ſeine Verbrechen verwir⸗ ken; und der geſetzmaͤßige Monarch kann unlaͤugbar, durch eine Abweichung von den Grundſäͤtzen der Ver⸗ faſſung, unter der er zu regieren berufen iſt, fuͤr ſich ſelbſt, und ſeine Erben, wenn die geſetzge vunde Macht
jes füͤr angemeſſen erachtet, ſeine Krone verwirken, die ihm der Grundſatz der Legitimitaͤt als Geburts⸗
recht verlieh. Die Strafe der Verwirkung iſt ein aͤußerſter Fall, zu dem, nicht kraft der Verkafing,
die keine moͤgliche Vergehung von Seiten des Son⸗ verains anerkennt, geſchritten wird, ſonumm weil die Verfaſſung von dem Monarchen angegriffen und ver⸗ letzt worden iſt, und ihm daher keinen Schutz mehr gewaͤhren kann. Die Verbrechen, durch welche ſich ein
Monarch dieſe hohe Strafe mu Recht zuzieht, muͤſ⸗ ſen daher von einer außerordentlichen Beſchaffenhelt
feyn, und außerhalb des Bereichs jener Verbeſſe⸗
rungsmittel liegen, welche die Verfaſſung, zärch dle Beſtrafung der Miniſter und Rathgeber an die Hand
gibt. Der conſtitutionelle Schild der Unfehlbarkeit
ſchuͤtzt den Monarchen(verfoͤnlich) bei allem kadelné⸗ werthen Gebrauch, den er ven ſeiner Gewalt macht,


