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ſiegreich, am Ende voͤllig beſiegt und ent thront ward, haͤtte ein noch unbeſtaͤndigeres Volk, als das engli⸗ ſche, zur Fortſetzung des Krieges auſgefordert, un⸗ geachtet einer einzelnen Niederlage, wenn auch ein ſolches Ereigniß ungluͤcklicher Weiſe eingetreten waͤ⸗ re. Der Herzog hatte die beinahe unuͤberwindliche Feſtung Antwerpen mit ihrem Seehafen im Ruͤcken, und haͤtte hiex die Verſtaͤrkungen aus Amerika er⸗ warten koͤnnen. Bluͤcher hatte ſchon oft gezeigt, wie wenig er durch eine Niederlage herabgeſtimmt wur⸗
de; im ſchlimmſten Falle haͤtte er ſich auf eine ruſſi⸗
ſche Armee von 200,000 Mann, die gegen den Rhein im Anmarſch war, zuruͤckgezogen. Die Hoffuungen, daß die Schlacht bei Waterloo, durch die Franzoſen gewonnen den Krieg beendigt haben wuͤrde, muͤſſen als ungegruͤndet aufgegeben werden, moͤgen wir nun
den feſten und mannhaften Karakter der hohen Per⸗
ſon an der Spitze der brittiſchen Monarchie, den Zuſtand der Partelen im Unterhauſe, wo manche aus⸗ gezeichnete Glieder der Oppoſition mit dem Miniſte⸗
rium ſich uͤber die Frage des Krieges vereinigt hat⸗
ten, oder die allgemeine Stimmung des Volkes be⸗ trachten, das mit Entruͤſtung auf Napoleons neue Invaſion blickte. Es kann jedoch nicht gelaͤugnet
werden, daß ein guͤnſtiger Erfolg, von Napoleon in
ſeinem erſten Feldzuge gewonnen, ſeinen Einfluß in Frankreich ſowohl, als in andern Laͤndern, bedeutend erhoͤht und den Beſitz von Flandern gefaͤhrdet haben
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