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trauen konnte, war einmal nahe dabei, in ſeinen ei⸗ genen Schlingen gefangen zu werden und obgleich er die Sache mit außerordentlicher Geſchicklichkeit betried, ſo haͤtte ihn Napoleon doch verhaften oder erſchießen laſſen, wenn ihm nicht Carnot bedeutet haͤtte, daß, wenn er dies thate, ſeine eigene Herrſchaft keine Stun⸗ de mehr Beſtand haben wuͤrde.*)
*⁴) Die Details dieſer Intrigen zeigten, mit welcher Kühnheit
und Geſahr Fouché in dem trüben Waſſer, das ſein Ele⸗ ment war, watete, ſchwamm, oder untertauchte. Ein Agent des Fürſten Metternich war nach Paris geſchickt worden, um von Seiten der Oeſterreichiſchen Regierung mit ihm in Berbindung zu treten. Dteſe Perſon fiel durch ein Geldge⸗ ſchäft in Verdacht, und wurde Buonaparte von ſeiner in⸗ nern Polizei, welche, da man in einem wohlgeordneten Staate nicht vorſichtig genug ſeyn kann, die allgemeine Po⸗ lizei unter Fouché bewachte und ausſptonirte, als verdäch⸗ tig angegeben und verhaſtet. Der Agent wurde vor Buona⸗ parte gebracht, welcher thm drohte, ihn auf der Stelle er⸗ ſchießen zu laſſen, wenn er ihm nicht alles. der Wahrheit gemäß angeben würde. Auf dieſen Zuſpruch geſtand er denn, daß Metternich ihn an Fouché abgeſandt habe, letz⸗ tern zu erſuchen, einen zuverläßigen Agenten nach Baſel zu ſchicken, und dort mit einer vertrauten Perſon von Seiten des Oeſierreichiſchen Miniſters zuſammenzutreten, die Fou⸗ che's Abgeſandten an einem beſondern Zeichen erkennen würde, das der Berichterſtatter gleichfalls angab.„Haben Sie ſich Ihres Auftrags, in ſofern er Fouché betrifft, ent⸗ ledigt?“ fragte der Kaiſer.—„Ja,“ antwortete der Oeſter⸗ reichiſche Agent.—„Und hat er Jemand nach Baſel abge⸗ ſchickt?“—„Das kann ich nicht ſagen.“— Der Agent wurde in ſirengem Verhaſt behalten. Baron Fleury de Cha⸗
W. Scott's Werke, LXII. 7


