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La Bedoyere an der Spitze von zwey Bataillons aus den Thoren von Grenoble. Als ſie vorruͤckten, brach⸗ te er einen Adler zum Vorſchein, der, gleich dem des Marius, von den roͤmiſchen Verſchwornen angebetet, forgfaͤltig als Sinnbild des Burgerkrieges aufbewahrt worden war; zur ſelben Zeit vertheilte er unter die Soldaten dreifarbige Kokarden, welche er in einer Trommel verborgen hatte. Sie wurden mit Enthu⸗ ſiasmus aufgenommen. In dieſem Augenblicke kam La Bedoyere's Vorgeſetzter, der Marſchall des Vil⸗ liers, erſchrocken uͤber das, was vorgieng, an Ort und Stelle an und ſchalt den jungen ſanatiſchen Mi⸗ litaͤr und die Soldaten. Er ward gendthigt, ſich zu⸗ ruͤckzuziehen. General Marchand, der loyale Kom⸗ mandant von Grenoble, hatte eben ſo wenig Einfluß bei den Trupven, welche in dem Platze zurückgeblie⸗ ben; ſie nahmen ihn geſangen und uͤbergaben die Stadt an Buonaparte. So ſtand Napoleon jetzt an der Spitze von beinahe 3000 Soldaten, hatte den ge⸗ hoͤrigen Artillerietrain und die erforderliche Munition. Er handelte mit Maͤßigung, wie der guͤnſtige Erfolg ihm wohl geſtattete, und entließ General Marchand, shne ihm etwas zu Leide zu thun.
Als die erſte Nachricht von Napoleons Ankunft nach Paris gelangte, erregte ſie mehr Erſtaunen als Beſtuͤrzung; als man aber erſuhr, daß er, ohne Wi⸗ derſtaud zu finden, durch das Land zog, begann man allgemein einen unerwarteten, durchdachten Verrath


